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— 5— Gebüſch ſeine Gottheit. Die Gräfinn hatte ſich einen Augenblick von der Waiſe entfernt, da benützte der Fürſt Palzo die Verwirrung, das Entzücken, die Trun⸗ kenheit, welche die junge Königinn des Thales em⸗ pfand. Er zog ſie ſchnell nach einem entlegenen Gebü⸗ ſche hin, wo ſich ein Tempel Hymen's erhob, den eine Gruppe Sylphiden umgab; er fiel zu ihren Füßen, und rief aus:—»Angebethetes Mädchen, öffne mir dieſen Tempel l«
Elodie erhob ihre Augen zu dem erleuchteten Ge⸗ bäude, welches der Fürſt ihr zeigte. Eine himmliſche Melodie ließ ſich hören: es ſchien, als ob Töne aus den Sphären des Himmels auf Wolken hier herabge⸗ ſtiegen wären, und als ob von den erſten der Engel
die Harfen des Himmels berührt würden.
Die Töne hatten geendet: die Thüre des Tempels öffnete ſich, und der Strahlenglanz eines wundervollen Innern blendete die Waiſe. Blitze ſprühten aus dem⸗ ſelben, wie aus dem den Töchtern Fingal's verſprochenen Meteoren⸗Pallaſte Im Hintergrunde des Heiligthums ſtrahlte der Altar Hymen's, getragen von Purpur⸗ und Azurgewölk: ringsum brannten Weihrauch und Gewür⸗ ze in goldenen Räucherbecken. Gleich den jungen Schwär⸗ men Cytherens ſprang mitten aus dieſem Gewölk ein Haufe Amoretten: dieſe neuen Kinder Cypria's ſchwan⸗ gen ihre leuchtenden Fackeln, und eilten zur neuen Hebe, bothen ihr den Ambroſiakelch, umſchlangen ſie mit einem Blumengürtel, und ſuchten ſie ſanft nach dem Ein⸗ gange des Olymps zu ziehen, der alle Wohlgerüche
Arabien's von ſich hauchte.


