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— 139 mit keinem unbekannt, und der ſchaͤndliche Anſchlag ſollte eiligſt zur Ausführung kommen.
Welche Veränderung im Kloſter! zahlreiche Die⸗ ner berölkerten die ſonſt öden Höfe, mit Wappen geſchmückte Paniere wurden auf die Thürme geſteckt, Wachen hütheten alle Ausgänge des alten Gebäudes, und Edelknaben ritten unbändige Roſſe zu. Hörner, Pfeifen, Heerpauken ertönten zu jeder Stunde des Tages. Die Trommel wurde geſchlagen, die Trom⸗ pete ſchmetterte: eine Bedeckung hatte den Fürſten begleitet; er muſterte ſeine Soldaten; er prüfte ihre Waffen; er übte ihre Tapferkeit; er zog ſie zuſammen; er ſprach zu ihnen: alles war Bewe⸗ gung, Lebhaftigkeit, Tumult in der Abtey, und das friedliche Kloſter war eine kriegeriſche Feſte ge⸗
worden.
Die ſchüchterne Jungfrau begriff nichts von den neuen Scenen, welche vor ihren Blicken ſich ereigne⸗ ten: was bedeuteten dieſe nächtlichen Verſammlungen ſeit der Ankunft des Fürſten? Warum dieſe Zurüſtun⸗ gen zum Kampfe? Was waren das für zahlreiche Stimmen, die oft des Nachts in den unterirdiſchen Gewölben des Kloſters ertönten? Woher kam dieſe Menge Waffen, die heimlich in den unterirdiſchen
Räumen des Hauptthurmes aufgehäuft wurden? War⸗
um dieſes geheimnißvolle Ausgehen des Fürſten zu al⸗ len Stunden der Nacht? Was waren das für Nach⸗ richten, die er ſo häuſig erhielt? Wohin gingen ale jene Eilbothen„die nach allen Straßen ausgeſchickt wurden? Was bedeuteten die Verkleidungen Prn.


