wartete eine drohende Partey vereinigter Lothringer und verſammelter Ehrſüchtigen, unterſtützt von Frank⸗ reich, nur einen Führer, um die Fahne des Aufruhrs zu erheben, und gegen Nancy vorzurücken. Das Gold der Verräther hatte heimlich ganze Haufen Bergbe⸗ wohner beſoldet. Ihr Anführer wurde gewählt, es war
der Fürſt Palzo. Er begab ſich nach Helvetien, wo
viele Verſchworene ihn erwarteten; und vom Murten⸗ See ſollte der Blitz ausgehen, der René vernichten ſollte. Sobald die Fahne des Aufruhrs auf der Schwei⸗ zergränze aufgepflanzt ſeyn würde, ſollten die Unzu⸗ friedenen von Nanchy, die offenen Feinde des Herzogs von Lothringen, die Enthuſiaſten für die Freyheit, die alten Bewunderer Carl's des Kühnen, in Haufen zu dem Mittelpuncte der Empörung herbeyſtrömen, und Ludwig der Rl. ſollte ihnen nach Epinal entgegenrücken, damit ſich dort das ganze Heer vereinigen könnte. Der Herzog von Lothringen ſollte von allen Seiten umringt werden, und die Agenten des Königs von Frankreich ließen den Fürſten Palzo die unumſchränkte Herrſchaft über eine Provinz hoffen.
Die Reiſe der Gräfinn Imberg nach der Abtey von Underlach unterſtützte vortrefflich die Entwürfe des Anführers der Inſurgenten. Unter dem Vorwande eine
Freundinn zu begleiten, hatte er den Hof von Loth⸗
ringen verlaſſen, und war nach Murten gereiſet, um von dem Kloſter aus, wohin ſich der Treuloſe zu be⸗
graben ſchien, die Rebellen zu bewaffnen. Alle ſeine Plane waren entworfen, die Gräfinn Imberg ſchien
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