Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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in der Politik aber vorſichtig und verſtellt, erhob und ſtillte er die Stürme, als ob er über die Elemente herr⸗ ſche. Manchmahl verſchwenderiſch, aber ohne Freygebig⸗ keit; manchmahl wohlthätig, aber ohne Gerechtigkeit, zeigte er ſich prachtvoll und galt für großmüthig. Aus der Oberfläche ſeiner Seele ſchien die Tugend einige Wohlgerüche zu hauchen, wie über den Rand eines faulenden Gefäßes einige Blumen ſich erheben können.

Ludwig der XI. hatte den Fürſten Palzo bemerkt: ein ſolcher Mann peßte vollkommen für ſeine politi⸗ ſchen Zwecke. Die Umwälzungen der benachbarten Staa⸗ ten hatten immer ſein Reich vergrößert. Indem er vor⸗ gab, den erſchütterten Thronen zu Hülfe zu eilen, trug er nur dazu bey, ſie vollends zu ſtürzen. Auf den Trüm⸗ mern wußte er ſich zu erheben, und auf den Zerüttun⸗ gen befeſtigte er ſich.

Zahlreiche Mißvergnügte trieben ſich in Nanch umher. Die Anhänger Carl's des Kühnen erinnerten an den glänzenden Hof des Eroberers. Einige Krieger bedauerten den Mann der Schlachten, und einige in ungnade gefallene Staatsbeamte ihre verlorenen Stel⸗ len. Die Ehrgeitzigen bewaffneten die Leidenſchaften und die Aufwiegler ſtreueten den Samen des Aufruhrs.

Ludwig der Xl. im Kriege mit René, ſchon Herr einer ſeiner Provinzen, ſchürte das Feuer der Zwietracht in Nancy. Geheime Unterhandlungen zwiſchen ſeinen Miniſtern und dem Fürſten Palzo waren eingeleitet worden, und eine ausgedehnte Verſchwörung entſpann ſich. Von der Weſtſeite griffen Ludwig's Heere Lothrin⸗. gen an; an der Südſeite, nahe am Murten⸗See er⸗

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