Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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abwog, nannte die ihm eigene Leere Tiefe, und ſeine

Unfruchtbarkeit Tugend.

Die Gräfinn, welche alle Thorheiten der Welt in ihrem Gefolge hatte, ſprach vom Luxus nur mit Ver⸗ achtung; aber ſie habe, ſagte ſie, ſich darein ergeben, ſeine laſtenden Ketten um ihres Standes und ihrer Pflicht willen zu tragen. Obgleich begierig die Gelegen⸗

heit ſuchend, ſich durch Ertheilung ihres Schutzes aus⸗

zuzeichnen, nahm ſie dennoch keinen Antheil an ihrem Schützlinge; oögleich allen Unglücklichen ſich widmend, kannte ſie doch keinen derſelben; obgleich ſelbſt herriſch, eiferte ſie doch gegen Tyranney; obſchon ſelbſt ehrgei⸗ tzig, pries ſie doch nur das Glück eines unbekannten Lebens; wenn auch ſelbſt edelmüthig mit Prahlerey, ſtellte ſie doch alles dem Himmel anheim, und glaubte dabey ſelbſt nur an irdiſche Dinge; vornehm endlich in ihren Manieren, anmuthig in ihren Bewegungen, leutſelig in ihren Reden war ſie die Abgöttinn der denge und das Orakel ihrer zahlreichen Bewunderer. Der Fürſt Palzo hatte das reifere Alter des Le⸗ bens erreicht. Geſchmückt mit einem ausgezeichneten

Nahmen, als Feldherr im Dienſte des Herzogs von

Lothringen, als Beſitzer unermeßlicher Güter, murrte er gegen das Schickſal und beklagte ſich über ſeine Stren⸗ ge. Hinterliſtig und treulos ſtrebte er nach der höchſten

Gewalt. Verwegen und doch zugleich feig, arbeitete er durch heimliche Ränke darauf hin, ſeinen Regenten zu

entthronen. Als geſchickter Aufwiegler, beſaß er die F6ſt den ee der M ri die