Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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133 zeichnetſten Familien Deutſchland's, der Befreundete der erſten Herrſcher des Nordens, der Fürſt Palzo, war ſo gefällig mich durch dieſe Gebirge zu geleiten. Er hat mir verſprochen, ſich einige Tage in dieſer Abtey aufzuhal⸗ ten; und ich bemühe mich meinen tapfern Ritter meiner adoptirten Nichte zu empfehlen.«

Die Waiſe grüßte tief ſich verneigend den. ſten Palzo, deſſen Blicke beſtändig auf ſie geheftet 3 blieben. Die Gräfinn ſchien zufrieden mit den Gemächern, welche man für ſie bereitet hatte. Gefällig und liebreich

von Natur, ſchien ſie nicht abgeſchreckt durch den düſtern Anblick der gewölbten Gallerien, durch welche ſie ging: ſie hatte keine Einrichtung getadelt, ſie beklagte ſich nicht über Müdigkeit; und trennte ſich nur mit Bedauern von Elodien, um einige Augenblicke Ruhe zu genießen. Die Jungfrau überließ ſich, ſo bald ſie war, ihren Betrachtungen. Die Gräfinn ſchien wohlwollend, gefühlvoll, edelmüthig; und dennoch fühlte ſie ihr Herz nicht zu ihr gezogen. In ihrer Rede herrſchte edle Ein⸗ fachheit, aber welcher Prunk umgab ſie. Sie hatte den Fürſten Palzo der Waiſe vorgeſtellt, aber wie hatte ſie die Titel ihres Freundes aufgezählt! Ihr Blick war ſanft und wohlwollend, aber wie ſtolz herablaſſend war er auch! Sie hatte Elodien ihre Richte genannt, aber welche überlegenheit ſelbſt in der Zärtlichkeit ihres Tons.»Herſtall!K ſagte die Waiſe bey ſich ſelbſt, vhier, ich fühle es, hatte ich ſonſt einen habe ich nur noch eine Beſchützerinn.« Die Gräfinn Imberg, älter ſchon als Herſtall im Augenblicke ſeines Todes geweſen war, bewahrte noch

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