Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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hatte ſie verſäumt, um das Innere des Kloſters zi verſchönern: alle Hausgeräthe wurden neu en und ihre alte mit Staub bedeckte Vergoldung kam wie⸗ der zum Vorſchein: duftende Blumenkörbe ſchmückten die weiten Säle der Abtey, und die Waiſe hatte nur noch zu warten und zu hoffen.

Aurora im dämmernden Gewande öffnete die Thore des Morgens. Die friedlichen Bewohner des Thales lagen noch im tiefen Schlafe, als ein verwirrter Lärm von Wagen und Pferden ſich im Priorate hören ließ. Diejenige, welche bey der Nichte Herſtall's Mutterſtelle vertreten ſollte, kam eben an; eine zahlreiche Bedeckung ete ihren Schritten: Ehrenhüther, Pagen, Krieger gingen vor ihr her, und in den weiten Höfen des Klo⸗ ſters herrſchte überall Unordnung, Getümmel und Ver⸗ wirrung.

Elodie ging eiligſt die große Treppe der Abtey herab, und empfing auf der Hausflur die Gräfinn Im berg: ein glänzendes Gefolge umgab ſie, und in ihrer Nähe war ein Ritter mit hohem Helmbuſche,

dig gerüſtet.

Die hohe Verwandte Herſtalls umarmte Elodien, drückte ſie mit Zärtlichkeit an ihren Buſen, und beobach⸗ tete ſie mit einem von Bewunderung gemiſchten Er⸗ ſtaunen. Ihre Schönheit, ihre Beſcheidenheit, ihre Stimme, ihre Anmuth, alles an ihr ſchien ſie zu ent⸗

zucken.

»Liebenswürdige Elodie K ſagte ſie zu ihr, indem ſie ihr den Krieger vorſtellte, welcher ſie begleitete; vmein theuerſter Freund, das Haupt einer der ausge⸗