Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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Conrad's, verlaßt mich noch nicht; würdiget mich, für dieſe Nacht eine Ruheſtätte anzunehmen, und einige Erquickung unter dieſem gaſtfreyen Dache zu genießen.« Die Stimme des Greiſes war flehend.

„Rein« antwortete der Einſame, vich will keinen Zufluchtsort als Felſenhöhlen, ich will keine Ruhe als unter Grabesſteinen.«

Verirrte Seele le rief der Prieſter mit Schmerz; »meine Tröſtungen 4

»Habe ich ſie von euch verlangt?. 4 unter⸗ brach mit Hoheit der unbeugſame Sterbliche.»Ich er⸗ warte ſie weder von Gott noch von Menſchen. Wendet euch zu Conrad, eurem Sohne.«—»So unglücklich auch mein Sohn ſeyn mag,« antwortete lebhaft An⸗ ſelm;»Mann, der ihr zugleich über und unter der Menſchheit ſtehet! welche Sprache waget ihr zu führen l«

Bey dieſen Worten ganz wieder zu ſich ſelbſt ge⸗ kommen, ſprach der Einſame ruhig und mit feherlichem Tone:

»Anſelm, deine Meinung von mir war mir ſeit lange bekannt. Verkündiger des Evangeliums, ſey weniger ſtreng, ſey menſchenfreundlicher in deinen Ur⸗

iſt nicht immer die des Verbrechens; und wäre ich eben ſchuldig als unglücklich: bedenke, daß die letzten Worte des Erlöſers der Menſchen Worte der Vergebung

Zweck deiner Sendung unter die Menſchen iſt los u⸗ Wechen und nicht zu verdammen.«

theilen! der Schein trügt. Die Nacht des Geheimniſſes

waren. Diener des Gottes der Barmherzigkeit! Der

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