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wohl ſo ausdrucksvoll, ſo rührend geweſen? Woher dann auf einmahl dieſe Unheil drohende Sprache? Woher dieſe Töne der Gewiſſensangſt und der Ver⸗ zweiflung? Woher jener ſchreckende Wahnſinn? Sollte er eine böſe Macht ſeyn, die mitten in den Finſter⸗ niſſen erſchienen wäre?.. Aber dieſer himmliſche Blick!.. Die flehende und unglückliche Tugend kann nicht einen frommeren, einen erhabenern zum Himmel richten. Allmächtiger Gott, erleuchte meine Schwach⸗ heit; habe Mitleid mit der Unſchuldls
Die Winde legten ſich; Elodie, bleich und zit⸗ ternd, ging zu Herſtall hinab. Der Greis bemerkte ohne Erſtaunen ihre Verwirrung: er ſchrieb ſie dem Schrecken zu, welchen ihr der Sturm verurſacht ha⸗ ben konnte; aber nie verbarg die Waiſe auch den unbe⸗ deutendſten ihrer Gedanken ihrem verehrten Beſchützer. Die Verſtellung war ihrer Seele fremd; ſie erzählte ihm unbefangen ihr Erſchrecken im Gartenhauſe, das Verſchwinden ihres Bandes, und den Vorfall in der Gallerie.—
»Und dieß war das erſte Mahl,« ſagte Herſtall, „daß dieſer Fremde vor Deinen Blicken erſchien?— »Mein Vater,« antwortete das junge Mädchen,»ſeit einigen Wochen glaubte ich zu bemerken, daß in den Gärten der Abtey meine Schritte beſtändig von einem unſichtbaren und geheimnißvollen Weſen begleitet wür⸗ den. Fremdes Geräuſch um mich, unerwartete Töne ſtörten meine gewohnten Spatziergänge; und oft, von einem geheimen Schauder ergriffen, hatte ich Furcht, mich vom Floſter zu entfernen. Indem ich jedoch


