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ganz in ihrer Nähe ausgeſtoßen wurde. Bey der ſchwa⸗ chen Beleuchtung, welche durch die alten Fenſter der Seiten⸗Capelle drang, in welche ſie ſich zurück gezo⸗ gen hatte, bemerkte ſie, in der Nähe eines Bogen⸗ ganges im Schiffe der Kirche, einen Fremden, der, in das lange Kleid eines Miſſionärs gehüllt, auf den heiligen Boden hingeſunken war. Er bethete mit Inbrunſt, und aus ſeinem Buſen war der Klageton entflohen, durch welchen die Waiſe beunruhigt wurde.
Alle Bewohner von Underlach waren Elodien be⸗ kannt; Anſelm war der einzige Prieſter der Gegend: der Fremde konnte folglich nur ein frommer Reiſender ſeyn, der die Kirche des Thales beſuchte. Die Nichte Herſtall's beobachtete ihn aufmerkſam, ſeine Züge wa⸗ ren ihr verborgen, ſein Kopf war an eine Säule ge⸗ lehnt; und ſein in dieſem Augenblicke unbeweglicher Sörper ſchien eben ſo leblos, als der Marmor, wel⸗ cher ihn ſtützte.
Das Abendgebeth war beendigt: ein tiefes Schwei⸗ gen folgte den heiligen Geſängen. Die Menge verlor ſich langſam unter dem Säulengange, und der Engel des Gebeths nahm wieder ſeinen Aufſchwung zu dem unſterblichen Throne. Elodie warf noch einen letzten Rückblick auf den Unbekannten, der unter dem ver⸗ laſſenen Bogen zurückgeblieben war, darauf entfernte ſie ſich aus der Kirche durch einen unterirdiſchen Gang, der mit einer Gallerie in Verbindung ſtand, welche an die Kloſtergärten ſtieß.
Sie hatte das Ende der Stufen des Ganges er⸗ reicht, und ging durch die düſtere Gallerie, den alten


