Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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S

müſſen früheres Entzürken erſetzen. Der Menſch iſt nichts mehr, als ein vom Blitz getroffener Verbannter, der auf eine dürre Wüſte gefallen iſt. Herſtall, glau⸗ ben Sie mir, unter den Menſchen, mitten unter den Finſterniſſen dieſes Lebens iſt das Licht der Phi⸗ loſophie ein Leuchtthurm des Todes, der nur ein Chaos rhellt.«

Anſelm war aufgeſtanden, indem er dieſe Worte ausſprach, und lenkte ſeine Schritte nach der Seite des Murten-Sees.»Gegen Morgen hin, ſagte er, iſt der Fels, wo ſich die angebliche Schreckgeſtalt zeigt: Ach! er war Zeuge eines ſchrecklichen Schauſpiels. Auf dieſem verhängnißvollen Felſen geboth der Herzog von Burgund die Ermordung aller Mönche dieſes Klo⸗ ſters; von der Spitze dieſes Felſens rollten die Häup⸗ ter der Opfer ſeiner Wuth in den Grund des Wald⸗

ſtromes. Ein ſchreckenvoller Tag! Noch glaube ich den

unglücklichen Prior von Underlach zu ſehen, den Freund meiner Jugend, weggeriſſen von den Altären durch die Trabanten eines Ungeheuers, und zum Tode hin⸗ geſchleppt als ein entſagender Märtyrer... O meine Tochter, möchten doch nie die Fürſten der Erde unſern verſteckten Thälern nahen können l«

Nach einem ziemlich langen Stillſchweigen ſprach Herſtall:»Ich habe gehört, daß ſeit der ſchrecklichen Plünderung der Abtey die blutende Schreckgeſtalt auf der Feldſpitze den Gebirgsbewohnern wieder erſchienen ſey, und daß Alle die Züge des Priors von Underlach in ihr erkannt hätten... Aber laſſen wir dieſe Sagen: der Morgen iſt ſchön; kommt, mein würdi⸗

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