Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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kömmlinge fortpflanzten, ſo wie ſie ſelbſt ſolche von ihren Vorältern erhalten haben. Sie würden fürchten, das Andenken an dieſe ihre Vorältern zu beſchimpfen, wenn ſie einen Augenblick an der Wahrheit ihrer Er⸗ zdhlungen zweifelten. So pflanzen ſich Irrthümer unter uns fort, Irrthümer, welche auf dem Lande manchmahl ihren Nutzen haben können. Fabelhafte Erzählungen erhalten das Volk bisweilen in einem heiligen Schrecken vor Verbrechen; ſie geben ſeinen Gedanken eine Richtung nach dem Ewigen; ſie ſpre⸗ chen zu ihm von einem andern Leben; ſie empfehlen ihm das Gebeth; und um es vor böſen Mächten zu retten, ziehen ſie es zum Altare, zu den Füßen des göttlichen Beſchützers menſchlicher Schwachheit.«

»Wie oft hat ein einfaches Kreutz⸗ ein geheim⸗ nißvoller Roſenkranz, ein geheiligter Zweig, ein wun⸗ dervolles Bild, Freude, Hoffnung und Vertrauen in die dürftige Hütte gebracht! Der unglückliche Dorf⸗ bewohner hat es nöthig, ſich mit Schutz und Troſt zu umringen. Je mehr ſeine Gewohnheiten, ſeine Sitten, ſeine Täuſchungen ſogar von der traurigen Dienſtbarkeit des Lebens ſeine Gedanken entfernen, um ſie in höhere Regionen zu erheben, deſto weniger erſcheinen ihm ſeine Ketten drückend.«

»Oft liegt ein Irrthum nahe an der Wahrheit: um ſeinen Lauf zu hemmen, muß man ſeinen Ur⸗ ſprung bekämpfen, ſo wie um einen Fluß auszutrock⸗ nen, man ſeine Quelle verſiegen laſſen muß: alsdann tritt Materielles an die Stelle des Geiſtigen, Ver⸗ ſtand an die Stelle des Gefühls, und Vernunftſchlüſſe