Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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welcher ſich zuweilen fort bewegt, zu Merligen iſt es eine ſchwarze Ciſterne, welche eine weiße Fee bewohnt; zu Grindelwald iſt es eine Säule, welche ſich auf einige Minuten in einen Waſſerfall verwandelt, wenn eine Jungfrau des Cantons am ſechſten Tage des Mon⸗ des ſtirbt. überhaupt gibt es in dem Jahrhunderte, in welchem wir leben, nicht Einen Weiler Helvetien's, der nicht ſeine Erſcheinung und ſeinen Zauberer hätte.«

»Der Menſch, eine unvollkommene Skizze, ein von der Gottheit verlöſchtes Bild, Anfangs geſchaffen für einen wundervollen Aufenthalt, aber ſeit ſeinem Falle hingeworfen auf ein Land der Verbannung und des Ueberganges, ſcheint hier die geſtörte Idee ſeiner frühern Beſtimmung beyzubehalten: er trägt in ſich das unbeſtimmte, geheimnißvolle Bedürfniß nach überna⸗ türlichen Dingen. Geſchaffen für unſterbliche Wohnun⸗ gen, unſtät in dieſem Leben und gleichſam von ſeinem Standpuncte verrückt, zeigt er ſich gierig nach allem, was ihn ſeiner traurigen Wirklichkeit entreißt. Indem er die Wunder einer anderen Welt vorausſetzt, ſeufzt er beſtändig nach einem Wunder auf dieſem Erdballe, wo das größte Wunder er ſich ſelbſt, und das Erſtau⸗ nungswürdigſte ſeine Denkkraft iſt.«

MNie ſah ein Gebirgsbewohner die blutende Schreckgeſtalt, aber alte überlieferungen haben ihr Erſcheinen als wahr beurkundet; ſeit Jahrhunderten haben die Väter ihre Kinder damit geſchreckt, welche ſich einer Art Ruchloſigkeit ſchuldig zu machen glau⸗ ben S6wenn ſie dieſelben nicht auf ihre Ab⸗ 3₰