Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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Der blutende Leichnam des angeblichen Hauptes der Empörung wurde der Wuth der Menge Preis gegeben. Ein Machtſpruch confiscirte zum Vortheile des Fürſten die unermeßlichen Güter des Opfers; die Witwe Saint-Maur's entfloh in die Gebirge Helve⸗ tien's und nahm von allen ihren Schdtzen nur die arme Waiſe von Underlach mit ſich.

Der Freyherr von Herſtall wohnte damahls an

den Ufern des Murten⸗Sees, unweit des Kloſters, in deſſen Beſitz er ſich ſpäter ſetzte. Die Gräfinn von Saint⸗Maur hatte ſich ſterbend in die Arme ihres Bruders geworfen; ihr Unglück, ihre Flucht, ihre Leiden hatten ihre Kräfte erſchöpft, und die Mutter Elodiens ſtand bald am Rande des Grabes.Her⸗ ſtall,« ſagte die Unglückliche wenige Tage vor ihrem Tode, vich empfehle Dir meine Tochter; niemahls ver⸗ laſſe ſie, wenn es möglich iſt, dieſes friedliche Thal! ſie wiſſe nichts von den Herrlichkeiten des Lebens, und was dieſe ihren Beſitzern koſten! Wenn ich in der Hütte eines Bergbewohners geboren worden wäre, wohl hätte mein Leben wie das Waſſer des Waldſtro⸗ mes von einem Ungewitter getrübt werden können: aber nach dem Weichen des Sturmes würde ich auch

noch den Azur heiterer Tage wiederſtrahlen. O mein

Bruder, möchte Elodie von Dir in aller Einfachheit der Sitten einer frühern Zeit erzogen werden; ſpreche mit ihr von Fürſten und Höfen nur wie von den Klip⸗ pen des Ocean's, welchen ſich bloß kühne Schiffer na⸗ hen dürfen.«

Die Mutter Elodiens wurde in die Gruft der