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gen erlauben zu dürfen. Er ließ ihn das Gefährliche ſeiner Lage durchblicken, und ſagte dem Eroberer ſeine Unglücksfälle voraus.»Mein Fürſt,« fagte der Graf beym Schluſſe ſeiner Rede, vſeit der langen Zeit, da ich berufen wurde, Euer Heer zu befehligen, habe ich oft Euer Vertrauen erhalten, und immer Eure Ach⸗ tung verdient. Wenn heute mein Rath Euch belei⸗ digen konnte, ſo erlaubet mir, mich vom Hofe zurück
zu ziehen; ich würde nicht bleiben können, wo ich
nicht zu nützen vermag.«
Seinem jungen Fürſten treu ergeben entfernte ſich der Graf von Saint-Maur, betrübt und ſeufzend. Langſam ging er über die königliche Gallerie. Carl folgte ihm mit den Augen. Damahls verband der Her⸗ zog von Burgund mit ſeinen Heldentugenden noch eine feurige, gefühlvolle Seele, und war weit davon ent⸗ fernt, jenes Ungeheuer zu ſeyn, welches ſpäter, als ein Opfer ſeiner eignen Wuth, das Schrecken ſeiner Zeitgenoſſen mit ſich in's Grab nehmen ſollte: Carl wollte eben ſeinen Freund zurückrufen, als im Hof⸗
raume ſeines Pallaſtes ein ſchreckender Lärm ſich
hören ließ. Ein Aufruhr war ausgebrochen; und das Volk in Waffen wogte gegen den königlichen Pal⸗
laſt, unter wildem Geſchrey. Der Herzog horchte,
und aus der tönenden Menge unterſchied er den Ruf:—»Es lebe Saint⸗Maur l4 Die Garde des Fürſten ſuchte die Stürmenden zurück zu treiben: ein blutiger Kampf war entſtanden. Carl der Kühne ergriff ſein Schwert, und begleitet von einigen Edlen war er im Begriff, ſich auf die Enſ⸗
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