Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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Da ſtarb Philipp der Gute. Carl, der nun Herzog von Burgund wurde, überließ ſich der ganzen Heftigkeit ſeines Charakters, und im Vertrauen auf ſeine glänzende Tapferkeit ſetzte er ſeinem Ehrgeitze keine weiteren Gränzen. Indem er unzählige Abgaben erhob, um die Koſten für die Heere zu beſtreiten, welche er unterhielt, hatte er gleich dem Könige von Epirus die Welt zu unterjochen ſich vorgenommen, ehe er ſich der Ruhe hingeben wollte. Er hatte mehrere Staaten mit Burgund vereinigt, und wollte noch Lothringen damit verbinden. Indem er ehrſüchtige Abſichten auf Elſaß hegte, und darauf rechnete, ſich der Schweiz zu bemächtigen, nahm er ſich vor, ſeine Herrſchaft bis nach Deutſchland zu erweitern, ein bel⸗ giſches Königreich zu gründen, und den Kaiſer Maxi⸗ milian ſelbſt zu nöthigen, ihm für dasſelbe die Krone aufzuſetzen.

Der Graf von Saint⸗Maur, Gemahl der Schwe⸗ ſter des Freyherrn von Herſtall, Elodiens Vater, mit Reichthümern beladen, mit Ehrenſtellen überhäuft, hatte nie ſeinen Fürſten verlaſſen; und da er, geliebt vom Volke und vom Heere, am Hofe die höchſte Aus⸗ zeichnung genoß, wagte er es, den kriegeriſchen Ent⸗ würfen ſeines Herrn ſich zu widerſetzen. Ludwig Kl., beunruhigt über die Vergrößerung Burgund's, hatte ſchon durch ſeine Kundſchafter den Geiſt der Zwie⸗ tracht unter die Heere Carl's, und den Geiſt des Auf⸗ ruhrs in ſeine Provinzen geſtreut. Der Graf von Saint⸗Maur glaubte ſich bey einem Helden, der ſein ehemahliger Zögling war, einige ernſte Vorſtellun⸗