Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

J

keit heitere Tage zu finden glaubte; der 1 Ruhe auf bewegten Wellen dachte; der ich ild des in der volkreichen Wüſte der

des ungliche die heilige Pflicht, welche mich an dieſe Waiſe bindet, weit entfernt von Men⸗ ſchen ein von Vorwürfen des Gewiſſens freyes Leben tief in eine umzugängliche Eins 6de verborgen haben.«

»Der Unbekannte dieſer Thäleyhaßt nicht ſeine

Rebenmenſchen, weil er, mitleidsvoll bey ihren Lei⸗

den, ſich oft als ihren Retter gezeigt hat: er flieht ſie nicht, weil er überall erſchien, wo die Töne des Schmerzes und der Verzweiflung ſich hören ließen. Warum alſo Verbrechen vermuthen, wo Alles Tugend ankündigt?«

»Ich kann mich täuſchen,« antwortete Anſelm;

vich habe Unrecht, ich bemühe mich, es zu glauben;

ich verurtheile mich; und dennoch iſt es mir unmög⸗ lich, den unergründlichen Mann nicht zu fürchten, der einem finſtern Schlunde gleicht, in welchem das Senkbley vergebens den Grund ſucht.« So ſprach er, und unter den Mauern der Abtey trennten ſich die bey⸗ den Freunde.

Entfernt von der Welt, und ganz ſeinen from⸗

men Pflichten geweiht, hatte Anſelm friedlich ſeine

Tage in Helvetien verlebt; ein einziges Ereigniß hatte ſein Leben getrübt, und ſein Herz zerriſſen. Der Freund ſeiner Jugend, der Prior von Underlach, war vor

5

ſeinen von den Soldaten Carl's des Kühnen