Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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Ich ſtieß einen Schrey des

13 des Berggeſanges zu tragen:»Ihr J enofrautn veilt zu entfliehnl«

Da kam der Freyherr von Herſtall auf ſeine Nichte zu, begleitet von Vater Anſelm, einem ver⸗

ehrten Prieſter und würdigen Diener des Altares, dem

alten Pfarrer des Dörfchens Underlach. Aus ihren Träumereyen geweckt durch die Annäherung ihres Pfle⸗ gevaters, wandte die Waiſe ihre Schritte nach dem KFloſter zurück. Verehrter Anſelm,« ſprach ſie nach einigen Augenblicken des Schweigens,»habt Ihr je⸗ mahls den Einſamen vom wilden Berge geſehen?7« Ein einziges Mahl,« antwortete der über die Frage erſtaunte Prieſter.«»Iſt er ein Greis 7« fuhr das junge Mädchen fort.»Seine Züge ſind mir noch unbekannt. 6

»Eines Abends kam ich von Avanches zurück

fuhr Anſelm fort,»und ging längs des Murtner Sees hin: ein kalter Nordwind blies über das verlaſſene ufer, finſtere Wolken verſchleyerten das Geſtirn der Nacht; und der Schnee, der mit ſeinem Teppiche die Fläche und die Felſen bedeckte, ſchien allein die Na⸗ tur zu erleuchten. Plötzlich bemerkte ich eine Barke,

welche den von den Winden bewegten und mit Eis⸗

ſchollen bedeckten See zu durchfahren ſuchte. Ein Fi⸗ ſcher, eine junge Frau, ein ſchwaches Kind füllten

den ſchwankenden Nachen. Mit Hülfe der Ruder

ſtieß ſchon das kleine Fahrzeug an das Ufer, da wurde die Barke von einem Windſtoße gegen einen Felſen geworfen, und zerſchellt verſank ſie unter