Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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ſich in den Hain des, Kloſters. Wer

häuft mit Leiden, oder irregeführt durch Sinnenreitze, erkaltet durch die Jahre, oder trunken aus Jugend, du allein in der Natur erhebſt dich nicht wieder neu mit der Morgenröthe, du nur wirſt nicht wieder be⸗ lebt mit dem Frühlinge.

Vertieft in fromme Betrachtungen, überblickte die Waiſe des Kloſters durch die vergitterten Fenſter ihres Thürmchens das reitzende Thal. Von der Abend⸗ ſeite und nach dem Murtner See hin feſſelte ein hohes, mit Wald bedecktes Gebirge ganz beſonders ihre Auf⸗ merkſamkeit.»Mutter Urſula,«(ſprach ſie zur al⸗ ten Schließ zerinn des Kloſters)»wie glänzend die letzten Strahlen der Sonne ſind, welche ſie auf die⸗ ſen ungeheuren Felſen wirft!«»Heilige Jungfrauk wendet Eure Blicke ab; dieſer Fels iſt der wilde

Berg.«Haben in der Mitte dieſer dichten Gehölze,« fuhr die Waiſe fort, vunſere Gebirgsleute 6 8 nicht einige Sennhütten? 4Sennhütten

auf dem wilden Berge! wiederholte Urſula mit Schauder; und wer ſollte es wagen, dorthin ſeinen Aufenthalt zu verlegen Elodie lächelte. Dieſer Wald iſt alſo wohl recht ſchrecklich? dieſes Gebirge wohl recht gefürchtet?. 6 es wohnt dort der Einſam e.«

Bey dieſer Entotk erbebte Mutter urſta, er⸗ ſchreckt durch den Nahmen, den ſie eben ausgeſprochen hatte. Die Nichte Herſtall wagten vicht weiter zu fra⸗ gen, aus Furcht ſie zu kränken; eichten Schrittes ging ſie die Treppe des Thurmes hinab, und verlor