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ſchwand ſie dem väterlichen Geſtade. Die Tochter
beachtet; ihm blieb nun nichts mehr in der
5 der grauſame Verbündete des Todes, bekränzt ſeine Günſtlinge mit Blumen, nur um ſie geſchmückt zum Opfertode zu ſchicken;... Herſtall verlor ſeine theure Gefährtinn.
Seine ganze Zuneigung und alle ſeine Hoffnun⸗ gen richtete er nun auf ſeine Tochter: die junge Fre⸗ na, geſchmückt mit auffallender Schönheit, wurde bald der Stolz und der Abgott ihres Vaters. Die Herzoginn von Aroville, eine entfernte Verwandte, hatte bey ihrem Tode ihr unermeßliches Vermögen dem einzigen Kinde des Freyherrn vermacht. Durch ihre Geburt, ihre Reichthümer, ihre Reitze ſchien Irena zu dem glänzendſten Loſe berufen zu ſeyn.
Carl der Kühne, der mächtigſte unter den Für⸗ ſten Europa's, der berühmteſte unter den Helden des Jahrhunderts, kam, ſeine Perſon den Blicken Ire⸗ na's vorzuſtellen, und ſchien ſelbſt lebhaft von ihren Reitzen eingenommen. Die ſchöne Erbinn wurde von allen Lockungen der Liebe umringt, und bald ent⸗
Herſtalls war von Carl dem Kühnen geraubt worden, wie die Tochter der Ceres von dem Fürſten der Unter⸗ wert; aber leider floß kein Lethe⸗Strom an den S ten, wo Irena wohnte. 3 Der Freyherr überließ ſich der ſchrecklichſten Ver⸗ zweiflung: Stunden, Tage, Monathe verfloſſen, S und das Schickſal Irena's blieb unbekannt. Herſtall hatte in der ganzen Welt nichts als nur ſeine


