Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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ohne zu antworten, einen Augenblick ſeinen jungen Schützling. Gleich jenen himmliſchen Jungfrauen

nen Tagen des Lebens ſich bildet, welche

ertönten, heilige Schatten! ſprecht; habe ch zicht lange genug in den Finſterniſſen dieſes Lebens umher⸗

geirret? Habe ich nicht verdient, daß der Himmel

mir endlich jene Pforte des Lichtes öffne, wi der Menſch das Grab nennt ¹6

So ſprach er: das Geſchrey des Lrauervogels und der Sturm des Winters unterbrachen allein die Stille der Nacht. Herſtall erhob ſich, umgeben von den Graäbern der Abtey, bleich, unbeweglich, ſeine Lampe in der Hand; mit ſeinen hohlen Wangen, durch⸗ furcht von Thränen, erſchien er als der Geiſt des Kum⸗ mers, der über der Aſche der Verſtorbenen ſchwebte.

Ein leichtes Geräuſch rief ihn zu ſich ſelbſt zurück. Die ſanfte Stimme der Unſchuld ſprach den Nahmen Herſtall aus; und der Greis bemerkte, daß neben ihm die zarte und empfindſame Elodie kniete und weinte. Sie allein, eine junge Waiſe und Nichte Her ſtalls, bewohn⸗ te mit ihm das Kloſter.»Mein Vater«, ſprach die fanfte Jungfrau,»Du verlangſt vom Himmel den

Tod; und was ſoll aus mir auf der Erde werden

Indem ſie dieſe Worte ſprach, drückte ſie die

ſtarre Hand des Greiſes an ihr Herz; ihre S Stimme

erſtarb auf ihren und ſtille Thränen vollendeten

ihren Vorwurf. Nur der Hlaſſe Schin von Serſtals d S

reuchtete dieſe rührende Scene: der Greis betrachtete,

welche die Phantaſie des Menſchen in den