Réné, war wieder in den Beſitz ſeiner Staaten ein⸗ getreten, welche ihm die Burgunder entriſſen hatten. über Carl den Kühnen hatte er den unvergeßlichen Sieg bey Nancy errungen. Unweit der Mauern die⸗ ſer Stadt war der Leichnam Carl's, entſtellt und un⸗ erkennbar, aus einem gefrornen Teiche hervor gezogen worden, wo ſein Edelknabe verſicherte, daß er ihn, durchbohrt von einem tödtlichen Stiche, während des Kampfes habe fallen ſehen. Schen ſeit geraumer Zeit hatten die Schweizer, befreyt von dieſem furchtbaren Feinde, ihren Sieg durch öffentliche Freudenfeſte ge⸗ feyert; und ſo wie ganz Helvetien genoß damahls auch das Thal von Underlach eines tiefen Friedens. Das Zweygeſpann der Nacht rollte ſchweigend über die Flächen des Himmels, der Schnee fiel in
unter die alten Bogengänge des Kloſters von Under⸗ lach. Der Beſitzer der Abtey, ein durch die Laſt der Jahre niedergebeugter Greis, der Freyherr von Her⸗
Herde des Thurmes, den er bewohnte, und ſchritt ſam zu der Capelle, wo er jeden⸗ ſein Ge⸗ bet zum Ewigen richtete.
Hingeſunken am Fuße des Hochaltars, ſprach Herſtall:»Großer Gott! verzeihe dem Unglücke die
großen Flocken, und die Winde blieſen mit Heftigkeit
ſall, entzündete ſeine Lampe. am faſt erloſchenen
lage, Sollte mich der Tod vergeſſen haben? Ach! ſeit lange ſchon das Leben für mich ½ eins


