Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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Nicht fern vom Murtner See, mitten in den Ge⸗ birgen des alten Helvetiens, in der Tiefe eines Tha⸗ les, das von einers wilden Gießbache durchſchnitten und von dichten Wäldern umgeben iſt, erhob ſich im fünfzehnten Jahrhunderte das Kloſter von Underlach. Einige Tage vor der berüchtigten Schlacht bey Mur⸗ ten hatte Carl der Kühne dieſe Abtey und ihre Schätze der gierigen Wuth ſeiner Soldaten überlaſſen. Alle Mönche von Underlach waren ermordet worden⸗ Der Fels, auf welchem die Häupter dieſer Unglücklichen ſielen, wurde noch den Reiſenden von den Hirten der Umgegend gezeigt. Ein Wunder ſogar erhielt, nach der Erzählung der Gebirgsbewohner, das Andenken an dieſe grauſame That des allzu berühmten Burgun⸗ ders. Der Stein, welcher zum Blutgerüſte für die frommen Opfer diente, hatte die Farben des Mordes behalten. Von ſeinem röthlichen Granite ſchien noch das Blut der gewürgten Prieſter zu rinnen; und als Denkmahl des Gräuels wurde dieſer Fels, der am ufer des Baches lag, und die unvertilgbaren Spu⸗ ren des Verbrechens trug, der Schreckensfels genannt. Seit dieſem traurigen Ereigniſſe waren mehrere Jahre verfloſſen; der junge Herzog von Lothringen,