Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 51
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Die Rekonstruktion der Fotoreihenfolge
von der S8 entdeckt oder von anwe- senden SonderkommandoMithäftlin- gen beobachtet und verraten zu wer- den, war zu groß, um weitere Fotos zu machen. Aus dem dunklen Innenraum der Gaskammer konnte er hingegen unbemerkt mehrere Fotos von einer Verbrennungsgrube schießen. Zwei unterschiedliche Aufnahmen aus die- sem geschützten Standort sind über- liefert worden.
Auf den Kontaktabzügen erkenn- bare Uberbelichtungsschäden durch Lichteinfall am unteren Negativrand und die Tatsache, dass beide Kontakt- abZüge der Grubenfotos vom Fotola- boranten auf der rechten Seite abge- schnitten wurden, bieten einen Interpretationsspielraum, der vermu- ten lãsst, dass mindestens zwei weitere Sonderkommando-Fotos im Juli 1944 geschossen wurden, die bislang nicht überliefert sind.
Wie viele Fotos der Fotograf insge- samt gemacht hat, können wir auf— grund der lũckenhaften Uberlieferung und dem Verlust der Negative jedoch nicht bestimmen. Die Uberbelich— tungsschäden ermöglichen in Verbin- dung mit der Bestimmung des Son- nenstands während der Entstehung der Fotos darũber hinaus eine Rekon-
struktion der Reihenfolge der Auf— nahmen. Fine genaue Verortung der Aufnahmen ist durch das auf den Bil- dern Erkennbare möglich.
Die Simulation des genauen Son- nenstands am Tatort zwischen dem 9. und 11. Juli 1944 erlaubt die Fest- stellung, dass das erste Foto auf dem Entkleidungsplat? des Vorderhofs ge- macht worden war(Neg. Nr. 282) und gegen 12:45 Uhr geschossen wurde. Der Fotograf hielt die Kamera ab- sichtlich schief, weil er so eine größere Bildbreite erhielt. Das zweite Foto entstand etwa drei Stunden spãter und Zeigt fast die ganze 12 m lange und 5m breite Verbrennungsgrube auf dem Hinterhof. Eine simulierte Abstands- messung zwischen Kamera und zwei auf unterschiedlichen Fotos gut er- kennbaren Personen(eine Frau rechts vorne im Entkleidungsbild sowie ein Hãftling, der in einem der beiden Gru- benfotos in einer Gruppe ganz links Steht) kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Kamera 24 m entfernt befand. Zudem belegen zwei Kontaktabzüge der zweiten Aufnahme(Neg. Nr. 281) die tatsächliche Reihenfolge durch den deutlich sichtbaren Bildrand des linken Nachbarfotos(Neg. Nr. 282).
Daraus ergibt sich ein Hilmtrans-


