Heft 
(2025) 1/2025. Dezember 2025
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46 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

1960 er-Jahre seine auf Polnisch nie- dergeschriebene und vermutlich 1946 begonnene aber erst 2025 veröffent- lichte EFrinnerungsschriftCe que j'ai vu à Auschwitz: Kes Gahiers d'Alter durch nachträgliche Eintragungen(8. 157, 159).

In seiner Zeugeneinvernahme vor der Frankfurter Staatsanwaltschaft wiederholte er 1974 im fünften Frank- furter Auschwitz-Prozess die Darstel- lung der kollektiven Autorenschaft, allerdings ohne Erwähnung der Dra- gon-Brüder. Nicht bekannt war sein- erzeit eine andere Zuschreibung durch den Sonderkommando-Uberle- benden Lemke Plis?ko. In dessen Aus- sage vom 31. Mai 1946 vor der Histo- rischen Kommission beim Jüdischen Wojewodschaftskomitee in Bialystok behauptete er, der Sonderkommando- Hãftling Lejb-Hersh Panicz hätte Lei- chen-Aufnahmen in der Gaskammer von Krematorium I gemacht.

Ende der 1970 er-Jahre änderte sich

Fajnzylbergs Darstellung erneut. 1977 führte die Auschwitz-Uberlebende und kritische Historikerin Tipora Hager-Halivni Interviews in mehreren Ländern mit den meisten Personen, von denen bis zu diesem Zeitpunkt be⸗ hauptet wurde, dass sie in die Foto- Aktion involviert gewesen wären. In Paris interviewte sie SZmulewski und Fajn?zylberg. Im Gespräch mit Halivni berichtete Fajnzylberg zum ersten Mal, dass ein griechischer Jude namensAlex die Aufnahmen ge- macht hätte.

Finige Monate später, in einem Antwortbrief an das Staatliche Muse- um Auschwitz vom 12. Mai 1978, be- zeichnete er sich alsMitautor der Fotos und behauptete, dass einAlex aus Griechenland, der während eines Fluchtversuchs an der Weichsel umge- kommen sei, die Fotos gemacht hätte. Alex hätte laut Fajnzylbergs neuen