Heft 
(1984) Nr. 5
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Lagergemeinschaft AUSCHWITZ

AUSCMMWTZ

Freundeskreis der AUSCHWTZER

Gründungsmitglieder

Willi Berg Lehrer, Berg. Gladbach

Barggra Distel. Leiterin d denkstätte Dachau Or L. Fastmann, Dr. med.

Frankfurt/Main; ehem. Auschwitz Haftl. Nr. 108 779

Hildegard Gerhards, Lehrerin, Bonn

Ruth Jakusch, Rentnerin Mönchen

Ursula Krumme, Rentnerin Mönchen, Hinterbliebene nach Wern. Krumme, Haftl. Nr. 99 166

Marths Liebrich, Hausfrau Bonn

DOr. med. Janus? Mlinarski, Monheim, ehemaliger Auschwitz Hftl.-Nr. 355

Ludwig E. Proescholdt, Pfarrer Mainz

Detlev Puls, Doktorand Frankfurt /Main

Dieter Reitmeier, Student Prien/CH.

Karl-Klaus Raabe, Journalist Berlin

Hergann R.. Reineck, Sekretär et Auschwitzhsfl. Nr. 63387

Volker von Törne Schriftsteller Berlin

Sekretariat und verantwortlich:

Hermann R.J. Reineck, D 6309 Mürnzenberg 1, Schillerstraße 18 ſel.(060 33) 60 168

Bankverbindungen: Lagergermeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer H. Reineck

Kreissparkasse Friedberg/Hessen 6 2 518 500 79

Konto Nr. 062000 749 postscheckkonto: Frankfurt/M. H. Reineck, Sonderkonto Auschwitz Kto. Nr. 51664608

6000 Frankfurt/M, 10.11. 1984

DominikanerkLoster

Sehr geehrter Herr Bundeskanz Ler!

MWir, die ehemaltigen HäftLinge von Auschwitz, Hinter- bLiebene und derFreundeskreis der Auschwttzer*, dte vir zahlreich Begegnungen im Rahmen unserer Arbeit mät Bürgern der VoLksrepubLTk PoLen haben, verden 1n 1etzter Zelt immer vieder von däesen auf Verunsicher- ungen und Befürchtungen angesprochen, daß däe Bun- desrepubLLk Deutschland sch vom Geist des Warschau- er Vertrages abwende.

Diese Befürchtungen und Angste verden durch Kußerun- gen von Bunde sminister Dr. Zmmermann, den Ministern Dr. Mertens, Hupka und anderen Mi tgLLedern der CDU CSU FrakttLon verstärkt.

Auch Thr Auftreten als Redner auf dem n Tag der Hei- mat* der Vertriebenenverbände wärd als unterstützen- de Demonstration gevertet.

Die Anordnung von Minister Dr. Zimmermann, daß de HTAG6 ntcht mehr als verfassungsfeindLiche Organi sa- tion anzusehen se und so*saLonfähtgn gemacht wur- de, 1st 1n der VoLksrepubLik Polen auf vö1L1Ldges Un- verständnis gestoßen. Die Bürger Po1lens können ntcht begretfen, daß in einer sich*freihett1Lich demokra- tsch nennender RepubLik die Massenmörder der 88 sich 1Legal organisieren können.

Sind s4e dte SS nächt im Nürnberger Kregsver- brecherprozeß von den A11LiLerten als verbrecherische Organi sation verurteiLt vorden 77

Wär bütten Sie und ervarten, daß Sie al1s Verantwort- 141cher für däie Po1tLk der Bundesregierung, drã ngend öffentLich kLarsteLLen t

1.) daß im Mamen der Bundesregierung ketne Kußer- ungen mehr abgegeben verden, däie Zweifel am Verhalten Threr Regierung gegenüber dem Getst der VWarschauer Verträge aufkommen 1 assen.

) daß däie Si tuation der deutschstämmigen Bevö1 kKerungsreste in Polen mät nicht bewesenen Zahlen von 1,2 Mi 114 onen- nächt vetterhin a1s Problem einer»deutschen Minderhettsgruppen m vökerrechtLLchen Säinn hochgepettscht vrd.