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(2013) 2013
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 33

Die„Bäckerei“ am anderen Ufer des Sees In der Gedenkstätte des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück Uher veinen Auſenthalt in der Gedenkstte Ravensbrück Schreibt Deniz Martin.

Im eyten Jeil vlMizziert er die Geschichte des Konzentrationslagers und im ⁊ weilen Jeil Schildert er die Arbeit mit der Gruppe der Studierenden vowie seine Eindriicke.

Das 1939 errichtete und bis 1945 S chemalige Konzentrationsla- r Ravensbrück war das größte Frau- enkonzentrationslager, ein kleineres Männerlager war angegliedert. Im Mai wurden nach der Schließung des KZ Lichtenburg weibliche Häftlinge ins neu gebaute KZ Ravensbrück und mãännliche ins KZ Dachau überführt.

Hervorzuheben sind die sogenann- ten medizinischen Experimente an den Gefangenen, geleitet durch Himmlers Keibarzt Karl Gebhardt, der in unmit- telbarer Nãhe zum KZ seine Klinik be- trieb. Weil Reinhard Heydrich“ unter seiner Verantwortung an einem infek- tiõs-toxischen Krankheitsbild verstarb, wurden ab 1942 Antibiotika, primär Sulfonamide, an gezielt prãparierten Verwundungen oder Infektionen von 20 bisher noch unbekannten Häftlin- 6 und spãter 74 großteilig namentlich

ekannten weiblichen Gefangenen durchgeführt, um an diesen Wunden verschiedene Wirkstoffe auf ihre Effek- tivität hin zu testen. In der Lagerspra- che nannte man die so misshandelten Frauen angelehnt an die Prozedur der Tierversuche„Kaninchen“.

Doch nicht nur die„Forschung“ auch die Wirtschaft ließ sich nicht

zweimal bitten an Ravensbrück zu profitieren. Die Firma Siemens& Halske, als größter Nutznießer des KZ ließ Fertigungsbaracken im Lager errichten, um mit dem billigen Finsatz von Hãftlingen die Rüstungsindustrie und Kriegswirtschaft gewinnbringend beliefern zu können. Es folgten An- weisungen, das Lager„judenfrei“ zu machen, weshalb es zu Deportationen in verschiedene Vernichtungslager kam, unter anderem auch nach Ausch- witz-Birkenau. Zudem fanden auch in Ravensbrück Selektionen statt. Als das Lager noch keine eigene Gaskam- mer hatte, wurden die Frauen in die NS-Tötungsanstalt Bernburg in Sach- sen-Anhalt deportiert, eine Euthana- sie-Anstalt der Aktion Td. Im Jahr 1942 wurden so 1600 Ravensbrücke- rinnen ermordet.

1943 wurden etliche Außenlager eingerichtet, viele Kriegsgefangene von der Ostfront wurden dorthin deportiert. Aufgrund der hohen Todeszahlen wur- de ein Krematorium am Schwedtsee ge⸗ baut, das in direktem Sichtkontakt zum benachbarten Kurort Fürstenberg stand. Dies verdeutlicht, dass man die- sen Vorgang und dem, was ihm folgte, als unproblematisch ansah. Kindern er-

* Reinhard Heydrich(1904— 1942) war SS-Obersturmbannführer und Leiter des Reichssicherheitshauptamtes. Er war mit der Organisation der„Endlõsung der Juden- frage“ beauftragt und bis zu seinem Tod Hauptstratege des Holocausts. Am 27. Mai 1942 wurde er bei einem Attentat von Partisanen in Prag schwer verletzt. Wenige Iage Spãter starb er- vermutlich an einer Sepsis.