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(2013) 2013
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34 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

zählte man im Ort, auf der anderen See- seite befände sich„eine große Bäcke- rei“. Das Umland hatte sich wirtschaft- lich längst mit dem Konzentrationslager in Verbindung gebracht, was nach dem Krieg abgestritten oder mit der Angabe, doch auch Brote aus Gründen der Menschlichkeit für die Gefangenen mit- genommen zu haben, relativiert wurde.

Ende 1943 gab es etwa 15100 regi- strierte Häftlinge. Die Uberbesetzung Setzte im Jahr 1944 ein, es wurden Zel- te aufgestellt mit noch schlechteren Lebensbedingungen als in den KZ- Unterkünften. Die Uberfüllung kann auf die einsetzende Räumung der La- ger im Osten und eilen Frankreichs zurückgeführt werden. Viele überleb- ten den harten Winter nicht. Etwa 70.000 Ravensbrücker wurden nach Rostock zur Firma Heinkel, nach Zwodau zu Siemens und über 10.000 nach Auschwitz-Birkenau transpor- tiert. In diesem Jahr wurden außer- dem, da Ravensbrück auch über einen großen„Bunker“ verfügte, unter an- derem wegen dem Attentat vom 20. Juli 1944 und der Aushebung des Solf- Kreises?“, mehrere Oppositionelle oder unliebsam Persönlichkeiten als „Schutzhäftlinge“ dorthin verschleppt.

Das KZ Ravensbrück war, wie ein- gangs erwähnt, kein reines Frauenkon- zentrationslager, sondern stand direkt neben einem kleinen, bis zum heuti- gen Tage cher unerforschten Männer- konzentrationslager, wenn auch beide Lager autonom voneinander funktio- nierten, hatten sie dennoch gemein- sam genutzte Strukturen. Zudem be- fand sichin unmittelbarer Nãhe das Ju- gendschutzhaftlager Uckermark, ein- Vernichtungslager, das 1945 geräumt

wurde. Port befindet sich nur ein klei- nes Denkmal, in wissenschaftlichen Publikationen sind nur Randbemer- kungen oder kurze Erwähungen zu finden.

Im Jahr 1945 lagen die Besetzungs- zahlen im KZ Ravensbrück bei 46.000 weiblichen und 7.800 männlichen regi- strierten Häftlingen, davon mindes- tens 11.000 Zugänge aus geräumte Lagern. Im Februar dieses Jahres b gann die Vernichtung mittels einer neu errichteten Gaskammer, in der bis En- de Mãrz bis zu 2400 Menschen ermor- det wurden.

Erwähnenswert ist die im April er- folgte Intervention des Schwedischen Roten Kreuzes, die es ermöglichte, dass tausende Frauen über die Schweiz nach Schweden evakuieren konnten.

Am 27. April kam es aufgrund der vorrückenden Front im Osten zur Räumung des KZ. Etwa 3000 Men- schen starben auf den folgenden To- desmãrschen. Die Uberlebenden wur- den durch die sowietische Armee be- freit, die den Zug einholte und Fürdas Sterben und Flend noch lange kein Ende gefunden, da viele der Befreite So geschwächt waren, dass sie Sarder

In den Hamburger Ravensbrück- ProZessen der Nachkriegszeit kam es zu nur 16 Verurteilungen. Die Verbre- chen wurden von der westdeutschen Arztekammer und führenden deut- schen Medizinern, der Name Friedrich Herrmann Rein“** sei genannt, mar- ginalisiert, die Verflechtung der NSEx- perimente mit der deutschen akademi- schen Medizin heruntergespielt.

Die Uberreste und die noch vorhan- dene Infrastruktur des Lagers wurden

** Gruppe von Gegnern des NSRegimes um Hanna Soff