Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschvitzer 31
ständlichkeit das von der Stadt Dachau fi- namierte Symposium für Zeitgeschichte oder nimmt an dem Erõffnungsabend der internationalen N— gendbegegnung teil, die die Stadtverwal-
ng über viele Jahre 6en städtische Auf- lagen versuchte zu verhindern. Inzwi-
schen trägt das Ju- gendgästehaus den Namen des Ausch- witz- und Dachau-Uberlebenden Max Mannheimer, der 2011 zum Fhrenbür- ger der Stadt Dachau ernannt wurde und die Stadt Pachau ist auf der Suche nach einer Stãdtepartnerschaft mit ei ner Stadt in Israel. Nach den drei offi- ziellen Gedenkfeiern, die jährlich statt- finden und von der Stadt finanziell unterstũtzt werden, lãdt der Oberbür- germeister ehemalige Häftlinge zum Gespräch ein.
Schon seit 1907 veranstaltet die Stadt Dachau eine Gedenkfeier zum W. Januar und auch die Gedenkfeier Mm 9. November gehört zu den wich- tigen öffentlichen Veranstaltung der Stadt. Seit 2005 erinnern sechs Stolper- steine an die vertriebenen und ermor- deten jüdischen Bürger der Stadt und vom Bahnhof führt ein Weg des Erin- nerns mit zwölf Gedenktafeln auf Deutsch und Englisch zur KZGe- denkstätte. Auch Geschichtsvereine, Ausstellungen und zeitgeschichtliche Projekte, die sich gerade mit diesem Teil der Stadtgeschichte beschäftigen, werden großzügig unterstützt.
Diese Entwicklung der Stadi Dach- au hatten sich vor zwanzig Jahren viele
Haupteingang zum ehemaligen Konzentrationslager Dachau.
von denen erhofft, die wegen ihres En- gagements für die KZGedenkstätte oft massiv und persõnlich angegriffen wurden. Wenige haben sich das aber vorstellen kõnnen, dass es so kommt.
Der Wandel begann mit dem Blick von engagierten Menschen in gan? Deutschland auf die regionale Ge- schichte ihrer Orte und Städte in der Zeit des Nationalsozialismus. Immer mehr wurde deutlich, dass das KZ Dachau nur ein Ort von vielen Orten war, wo Menschen in die menschenver- achtende Maschinerie des Ns gerieten. Das hatte für Dachau auch etwas ent- lastendes.
Ausdruck des langsamen Wandels in der Stadt Dachau war die Wahl des neuen Oberbürgermeisters Kurt Piller (1996), der von einer Mehrheit aus SPD, Grüne und Parteifreien getragen und gegen die CSU unterstũt?t wurde. Diese Mehrheit begriff die zwölf Jahre des Naziterrors auch als einen Jeil der Stadtgeschichte. Plötzlich wurde von dem Lern- und Erinnerungsort Dachau gesprochen. Das hatte Auswirkungen auf᷑ die Stadtpolitik aber viel wichtiger war, die Atmosphäre änderte sich in


