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(2013) 2013
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 17

leugnen und ich werde nie verstehen können, wie all die Menschen, die dar- an beteiligt waren und nicht zur Re- chenschaft gezogen wurden, ein friedli- ches und unbehelligtes Leben führen konnten, ohne sich, in den meisten Fãl- len, einer Schuld bewusst zu sein.

Die Herzlichkeit der Uberlebenden nd auch wenn man, wie ich, zu der Beneration gehört, die nicht an all dem beteiligt gewesen ist, so hat man doch eine Verantwortung diesen Dingen ge- genüber. Und das hat mich unter An- derem auch das Zeitzeugengespräch in der Ambulanz in Krakau gelehrt. Jene Menschen, die da vor uns saßen, hatten das Furchtbarste erlebt, und dennoch saßen sie dort und erzählten davon, mit einer solchen Offenheit und Herzlich-

keit, dass es überwältigend war. Aber genau hier liegt die Verantwortung un- serer Generation, denn wenn es die Zeitzeugen nicht mehr gibt, müssen wir an ihrer Stelle das Gedenken auf- recht erhalten und die Wahrheit be- wahren. Und sollte so etwas in irgend- einer Form noch einmal passieren,- und es ist nicht gesagt, dass es das nicht tut dann müssen wir aus dem, was wir geschen haben, die Verantwortung zie- hen, auf der richtigen Seite zu stehen, denn dann haben wir es in der Hand und kõnnen es besser machen als jene betroffenen Generationen vor uns! Dann wird sich zeigen, was all das Ge- schene und Erlebte aus uns und mit uns gemacht hat.

Sara Huppertz

Jacek Lech, Guide des Museums Auschwitz, erläutert an einer Karte, aus welchen Län- dern Europas Häftlinge ins Konzentrations- und Vernichtungslager deportiert wurden.