Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
als Büger zweiter Klasse nicht zur Wehr setzen kön-
Sein Engagement für Be- hinderte brachte Ernst Klee dazu, sich intensiv mit dem Schicksal dieser Menschen während der NS-Zeit zu be- fassen. 1983 erschien sein Buch„'Euthanasie' im N— Sraat. Die Vernichtung e- hensunwerten Lebens““. Hier wies er erstmals die Be- teiligung namhafter Arzte an der Massenermordung von Behinderten sowie am Judenmord im DPritten Reich nach. Von hier verla- gerten sich seine Forschun- gen dann ganz auf die Medi- zinverbrechen der NS-Arz- te. Akribische Recherchen
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in deutschen und ausländi-
schen Archiven förderten Ernst Klee bei einer Vortrags- und Diskussions- immer neues Material zuta- veranstaltung der Lagergemeinschaft Auschwitz
ge über entsetzliche Experi- in Bad Nauheim.
mente, die damals im Na-
men medizinischer Forschung an wehrlosen KZHäftlingen vorgenom- men wurden.
Das 1997 erschienene Buch „Aischwitz, die N Medizin und ihre Opfer“ benennt mehr als 1.000 Täter sowie deren einstige Auftraggeber- die Deutsche Forschungsgemein- schaft, die Pharmaindustrie, die 88 und vor allem die Wehrmacht. Für diese Dokumentation wurde Ernst Klee im selben Jahr mit dem renom- mierten Geschwister-Scholl-Preis ge- chrt. Weitere bedeutende Auszeich-
nungen sind die Goethe-Plakette dech
Stadt Frankfurt am Main(2001) so— wie die Wilhelm-Leuschner-Medaille (2007). Und die Westfälische Schule für Körperbehinderte in Mettingen benannte sich 2005 ihm zu PEhren in Ernst-Klee-Schule um. Darüber hat er sich ganz besonders gefreut, wie er mir einmal sagte.
Ernst forschte unermüdlich wei— ter. Er konnte es einfach nicht ertra- gen, dass die Täter im weißen kKittel nach dem Krieg als Biedermänner weiterlebten, häufig Karriere mach-
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