Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
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Sie erlebt hatten. Auch von der Mustiz hatten sie Kein Verständnis zu erwar- ren. Die„Gefühllosigkeit gegenüber den Opfern“ macht ein Staatsanwalt deutlich bei der Aussage von Gela Londner, die als Zahntechnikerin beim SS-Arzt Mengele arbeiten mus- ste:„Sie heginnt ihre Aussage mil der Hahrt im plombierten Viehwaggon nach Auschwilz und dem Jod von Sduglingen an der Brust der Mütter weinrend der Hahrt. Der Staatsan walt voppt die durch die Wiedererinnerung erregte Zeugin, vie volle vich auf das rafrechtlich Relevunte beschränken.“
Und Klee fährt fort:, Wer Ausch- wilz zu heschreiben versucht, bewegt
Vernichtungslager Birkenau(Auschwitz II)
sich an der Grenze der Belastburkeit. Nur Was wir Kaum ertragen, beschrei- hen zu müssen, mussten Menschen am eigenen Leib erfahren Was besonders bedrickt: Viele gingen zugrunde, ohne je gelebt zu haben. Kaum einen der iiberlebte, erfuhr ein annũhernd gutes Leben als Ausgleich veiner Leiden.“ Was wir als Lagergemeinschaft und Freundeskreis getan haben und weiterhin tun können, ist, den Ver folgten zuzuhören und ihre Schick- sale als Verbrechen anzuerkennen im Versprechen, uns verallgemeinernd und pathetisch formuliert« für eine bessere und gerechtere Welt einzuset-
Pass dies auch heute in unseren demokratischen Staatsgefügen notwendig ist. zeigt die unmenschliche Flüchtlingspolitik Deutschlands und der Furopãischen Union. S0 werden zum Beispiel den im Mittelmeer während ihrer Uberfahrt von Afrika bei Lampedusa ertrunkenen Menschen von Politikern einerseits Krokodil- stränen nachgeweint, andererseits wird aber betont wird, dass die Regeln bleiben werden, die es europãischen Fischern bei Strafe verbietet, solche Flüchtlinge aus
der Todesgefahr zu retten.


