Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 8
Verbrennungsõfen in einer der- wie Ernst Klee anmerkt- verharmlosend als Krematorium bezeichneten Vernichtungsanlagen in Auschwitz.
bekannt gebliebenen Opfer vorbehal- ten mit dem Stichwort Mit ZMlon B Nrmorderter“ hat ihn der Autor ans Ende des„Personenlexikcons“ gesetzt. Beim Gang in eine der Gaskammern in Auschwitz-Birkenau wurde dieser nicht näher bekannte jüdische Mann son Leon Cohen, einem der Hãäftlinge 6. Jüdischen Sonderkommandos, ge- fragt:„Glauben Sie, dass die Deut- schen jemals für Uhre Verbrechen hiißen müsen?“ Die Antwort lautete: „Welche naive Frage Sie werden alles unternehmen, um ihre Verbrechen zu vertuschen.“ Gitiert nach G. Greif)**
Er sollte Recht behalten. Nur we- nige haben büßen müssen und viel wurde vertuscht. Dass allerdings viele Verbrechen nicht mehr vertuscht
werden konnten, ist unteranderem das große Verdienst von Ernst Klee. Seine Publikationen nennen die Täter und würdigen die Opfer. Das ist auch ein Hauptziel unserer Lagergemein- schaft Auschwitz und unseres Freun- deskreises der Auschwitzer.
Die Uberlebenden der verschiede- nen Opfergruppen mussten sich nach der Befreiung nur allzu oft in„Ent- schädigungsverfahren“ noch einmal verhöhnen lassen. Ernst Klee bringt dies im Vorwort des neuen Buches ak- zentuiert auf den Punkt, wenn er da- von spricht, wie nach der Niederlage Deutschlands die Träume der KZGe- fangenen und Verfolgten, dass ihre Leiden gewürdigt würden, enttäuscht wurden:„Niemand wollte héren, was
** Gideon Greiff„Wir weinten tränenlos, Augenzeugenberichte des jüdischen „Sonderkommandos“ in Auschwitz. Frankfurt/ Main 1990(Fischer Jaschenbuch 3914)


