Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 29
de. Alle auf dem Gelände des Krema- torium III ergriffenen und noch le— benden Sonderkommando-Häftlinge wurden auf beide Krematoriumshöfe verteilt durch Genickschuß hingerich- tet. Lediglich einzelnen Häftlinge ge- lang es, sich im Chaos an einer siche- ren Stelle auf dem Krematoriums- gelände zu verstecken und so den anschließenden Straf-Erschießungen
entgehen. Unter ihnen befanden
sich die Hãäftlingsältesten Filip Müller, Henryk Tauber und Shlomo Dragon. Die beiden Häftlingsärzte Dr. Ha- vas und Dr. Peters entschieden sich nach dem Beginn der Schiesserei, die Art ihres Todes eigenständig zu bestim- men. Sie vergifteten sich und gewannen damit, wenn auch auf andere Weise als die Aufständischen, ihre Menschenwür- de und Unabhängigkeit zurück, die ih- nen als Arbeitssklaven verwährt blieb.
Krematoriumsgebäude III, April 1943, SS-Aufnahme(APMO). Der Kreis kennzeichnet die Brandstelle beim Aufstand am 7. Oktober 1944.
In der nächsten Ausgabe
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des Mitteilungsblattes wird Andreus Kiliun in einem letz- ten Teil seines Berichts die weileren Ereignisse der Re— volte, die dramatischen Fol- gen fir das Sonderommant do Sowie die Bedeutung des Arandes flir die Geschich- 1e von Auschwitz datellen. Kiliun hat mit Eric Friedler nd Burbura Siebert 2002 mit „Zeligen aus der Todeszone“
Effektenlager Birkenau und Gelände der Waldkrema- torien IIl und IV am Nachmittag des 7. Oktobers 1944.
(Zeichnung A. Kilian 2003)
die erste Gesamtdastellung des Auschwitzer ommandos veròfentlicht.
Sonder-


