Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
„Die Familie, die sich rührend um ihn kümmert, läßt Ihnen allen von Herzen danken, denn würde er nicht bestän- dig rehabilitiert werden, würde er den Tag wohl auch erst nur im Stuhl und später nur noch im Bett verbringen können, um dann dem Siechtum zu er- liegen. Die Arzte hatten ihn genau wie Stanislaw Smialek- aufgegeben, und nun führt er doch schon so lange noch ein so erfülltes Familienleben, dank Ihrer großartigen und zielorien- tierten Hilfe.“
Wie berichtet, haben wir für das noch laufende Jahr für Pflegepaten- Schaften und für physiotherapeutische Aufwendungen rund 2000 Furo nach Krakau überwiesen.
Diese und weitere Hilfen wol- len wir weiterführen, was natürlich nur mit lhrer Unterstützung mög- lich ist. Bitte helfen Sie uns mit Ih- rer Spende hier weiter tãtig zu sein. (Fin Uberweisungsformular liegt diesem Heft bei. Oder beachten Sie bitte unser Spendenkonto.)
Wie Sie, liebe Spenderinnen und Spender, wissen, ist Ihr Beitrag nicht nur eine materielle Hilfe. Wer jemal mit ehemaligen KZInsassen unò Häftlingen der Gestapo-Gefängnisse zusammenkam, weiß, wie bedeutend für sie die Gewissheit ist, dass ihre Ver- folgung als Unrecht anerkannt wird, und wie groß ihre Freude ist, dass dies nicht vergessen ist.
Bitte um finanzielle Hilfen:„Hoffnungen, die von Scham und Schüchternheit begleitet werden“
Neben den Pflegschaften, den ver- schiedenen Projektförderungen(wie die Herausgabe der Brinnerungs- bücher, siehe Seite 10 ff) und der all- gemeinen Unterstützung für Belange der Häftlingsorganisationen hat die Lagergemeinschaft-Freundeskreis in diesem Jahr auch wieder eine ganze Reihe von Hilfeleistungen für indivi- duelle Fälle erbracht.
Mit-relativ bescheidenen-Einzel- beträgen wurden besonders hilfebe- dürftige ehemalige Häftlinge und Ver- folgte in verschiedenen Ieilen Polens bedacht. So fragt beispielsweise Jan Kazimiercz Bokus, Vorsitzender der Warschauer Sektion der Auschwitz- Häftlinge, bei uns an, ob 13 der älte- sten und schwer erkrankten Mitglie— der finanzielle Zuwendungen erhalten
könnten:„Wir besuchen diese Kran- ken und sie freuen sich sehr, dass man an sie denkt und sich mit ihnen unter- hält. Bokus vergißt auch die anderen Kranken nicht und spricht in seinem Brief von„Hoffnungen, die durch Scham und Schüchternheit besleiech werden“.
Unser Vereinsmitglied Annedore Smith aus Frankfurt am Main besuch- te vor kurzem im Krakauer Gabriel- Narutowicz- Krankenhaus die Spezial- abteilung für ehemalige Häftlinge in deutschen Konzentrationslagern und heschreibt die Situation wie folgt: Die Leiden der ehemaligen KZHãftlinge sind altersbedingt wie bei anderen 80⸗ Jährigen auch. Doch können viele ih- rer Beschwerden unmittelbar auf die Lagerzeit zurückgeführt werden. Ge-


