Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 3
6 Holocaustliteratur
lnstitut für Neuere deutsch Literatur- Universität Gießen
http://wWww holocaustliteraturde arbeitsstelle holocaustliteratur Suni-giessen.de
Im folgenden stellt das Mitteilungsblatt in mehreren Beiträgen die Arbeits- stelle Holocaustliteratur an der Universität Gießen vor. Nach einer kurzen Selbstdarstellung(entnommen der Internetseite www¶ holocaustliteratur. de*) erläutert Sascha Feuchert, der stellvertretende Leiter der Arbeitsstelle, die Be- weggründe, die zur Finrichtung derselben geführt haben, stellt die Arbeits- Schwerpunkte sowie erste Ergebnisse vor. Anschließend dokumentieren wir mit einem Auszug aus dem Band„Holocaust-Literatur: Auschwitz“(Reclam), was unter dem Begriff Holocaustliteratur zu verstehen ist. Schließlich danken wir Ruth Bäumler für die Druckerlaubnis ihres Artikels, in dem sie die jüngste Pu- blikation der Arbeitsstelle skizziert, sowie ihr Interview mit den Leitern der Ar- beitsstelle. Artikel und Interview sind erstmals in den Frankfurter Jüdischen Nachrichten(Mãrz/April 2002/ Pessach 5762) erschienen.
Die Diskussion muss jetzt beginnen
1908 wurde die Arbeitsstelle für Holocaustliteratur auf Initiative von Prof. Dr. Erwin Leibfried und Sascha
Geuchert sowie der Ernst-Ludwig Chambré-Stiftung zu Lich an der Uni- versitãt Gießen am damaligen Fachbe- reich Germanistik(Institut für Neuere deutsche Literatur) eingerichtet.
Ziel der Arbeitsstelle ist seitdem die literaturwissenschaftliche und lite- raturdidaktische Untersuchung und Aufbereitung von Texten der Holo- caustliteratur. Besondere Aufmerk- samkeit wird dabei den Texten von Uberlebenden zuteil: Lesungen und (wissenschaftliche) Publikationen sol-
len den Frinnerungen von Holocaust- Opfern in Wissenschaft und Offent- lichkeit verstärkt Geltung verschaffen. Die Arbeitsstelle will mit literaturwis- senschaftlichen Mitteln dazu beitra- gen, dass der Umgang mit diesen Tex ten breiter diskutiert wird.
„Diese Diskussion muss jetzt be- ginnen, damit in sie auch die Stimmen jener integriert werden können, die einst im Zentrum der Ereignisse stan- den und deren Zeugnisse auch unser Verstäãndnis des Holocaust determi- nieren“ heißt es in der Selbstcharakte- risierung auf᷑ der Homepage wwwho- locaustliteratur.deꝰ.


