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(2000) 2/2000. Dezember 2000
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30 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

tigten Ausschnittes erschließen.

Daß das Objektiv einer Camera ehrlicherweise als Subjektiv' bezeich- net werden sollte, ist ein wohlfeiles ondit' das gleichwohl Möglichkeiten und Grenzen der Aussagefähigkeit jedweden photographischen Materi- als definiert. Nicht der vermeintlich dokumentarische', i.e. objektive', Blick wird ermöglicht, wohl aber der Blick des Aufnehmenden, der durch Bildausschnitt, Perspektive usf. be- stimmt, was er von der Totalität des von ihm Gesehenen weitergeben möchte. Von Retuschen, Montagen oder heute möglichen elektronischen Bearbeitungen einmal abgesehen, do- kumentiert natürlich jede photogra- phische Aufnahme Wirklichkeit. Aber eben bloß den subjektiv- vom Photo- graphierenden ausgewählten- Aus- schnitt einer Wirklichkeit, der noch dazu flüchtig ist. Das Fixieren eines womöglich nur Bruchteile einer Se-

kunde andauernden Momentes von wirklichkeit ist also doppelt gebro- chen, gebrochen durch das Moment der Vergänglichkeit, das sich dem Re- zipienten nicht unmittelbar erschließt. sich in dessen unreflektierter Wahr- nehmung gleichgar in sein Gegenteil verwandeln kann, gebrochen schließ- lich durch die den Rezipienten aufge- nõtigte Sichtweise des Photographie- renden, die als solche mitunter nicht

wahrgenommen wird. Es ist un?we

felhaft Meyers Verdienst auf᷑ dieses in- terpretatorische Spannungsfeld auf- merksam gemacht und methodische Wege aufgezeigt zu haben, Photogra- phien als historische Quelle Zu nutꝰen.

Meyen A.(Hg)- Der Bick des Be- suters Propugundaphotographie der Wehrmach aus Marseille I42044. Mit einem Vorwort von Serge Klars-

ſeld, Bremen(Edition Vemmen) 1900,

TBN 3.6606725