Heft 
(2000) 2/2000. Dezember 2000
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 31

Kooperation mit Lehrer/innenfortbildung

Rainer Michel von der Regional- stelle Friedberg des HeLP(Hessische Lehrerlnnenfortbildung) und Diet- hardt Stamm, 2. Vorsitzender der La- gergemeinschaft Auschwitz- Freun- deskreis, haben kürzlich erste Details einer künftigen Zusammenarbeit ver- einbart.

So sollen ab Herbst des Jahres 2001 gemeinsam Studienfahrten nach Aus- chwitz in Verbindung mit dem Thema Rechtsradikalismus vorbereitet, durchgeführt und nachbereitet wer- den. Zielgruppen sind Lehrerinnen und Lehrer, interessierte Vertreter der Elternbeiräte sowie Pädagoginnen und Pãdagogen, Betreuerinnen und Betreuer von außerschulischen Bil- dungseinrichtungen, aber auch Ver- trauensleuten in den Betrieben. Ange- sprochen sind also Menschen, die als Teamer mit einer Jugend- oder Er- wachsenengruppe eine Studienfahrt

machen möchten, sich dafür aber vor- her einiges Know how verschaffen wollen.

Hierzu planen die Lagergemein- Schaft und das HelP noch konkret zu konzipierenden Vorbereitungsveran- staltungen hier in Hessen anzubieten. Zu den Studienfahrten selbst könnte die Lagergemeinschaft den Gruppenn in Polen dann dort lebende Freunde als Ansprechpartner für Führungen, Zeitzeugengespräche u. ä. vermitteln.

Im nächsten Mitteilungsblatt wird das genauere Konzept vorgestellt. Vorab bittet die Lagergemeinschaft Mitglieder und Sympathisanten, die bereits als Leiter von Studienfahrten nach Auschwitz und andere K?Z Er- fahrungen gesammelt haben und bei der Vorbereitung eines solchen lan- desweiten Fortbildungsangebotes mithelfen könnten, sich beim Vor- Stand zu melden.

Studienfahrt nach Auschwitz

Neben der mit dem HeLP(siehe Artikel oben) geplanten Studienreise nach Auschwitz führt die Lagerge- meinschaft-Freundeskreis im kom- menden Jahr für Ende April/Anfang Mai eine weitere Bildungsfahrt in das ehemalige deutsche KZ in Südpolen an. Zielgruppe sind in diesem Fall Frauen und Männer mit Vorkenntnis- sen zum Thema. Anfragen an die Vor- standsmitglieder, telefonische Aus- künfte beim Vorsitzenden Albrecht Werner-Cordt, Iel.-Nr.(069) 555017.

Das Untergrundarchiv des Warschauer Ghettos

Frankfurt/ Main-In der Börnegale- rie im Museum Judengasse ist noch bis zum 21. Januar 2001 eine Ausstellung über das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto und über dessen Gründer Ema- nuel Ringelblum zu schen. Dabei wird zum ersten Mal in Deutschland der Of- fentlichkeit eine Auswahl der zahlrei- chen von Ringelblum und seinen Mit- arbeitern gesammelten Berichte und Dokumente über die Geschichte der polnischen Juden unter der deutschen Besatzung im Original prãsentiert.