2 Lagergemeinschaft Auschwit?-Freundeskreis der Auschwitzer
Towarzystwo Opieki nad Oswiecimiem(TOnO)
Stellt„Buch der Erinnerung“ vor Von Elzbieta Stamm
TOnO bedeutet die Uberschrift in der Abkürzung. Ubersetzt bedeutet dies„Gesellschaft zur Betreuung von Auschwitz“. Uber diese uns befreun- dete und wichtige Organisation in Po- len haben wir in den beiden letzten Mitteilungsblättern geschrieben.
TOnO hat nun nach jahrelangen Recherchen gemeinsam mit dem Mu- seum Auschwitz das„Buch der Erin- nerung“- Transporte von Polen aus Warschau nach Auschwitz in den Jah- ren 1940-1944“ herausgebracht. Es handelt sich um ein 3 bändiges Werk von1657 Seiten mit vielen Dokumen- ten. Todeslisten, Bildern aus Ausch- witz und im Nachhinein besorgten Fo- tos aus den Familien der Betroffenen. Die Vorstellung des Buches fand im Rahmen eines Staatsaktes am 17. No- vember 2000 im Warschauer Königs- Schloß statt. Die Lagergemeinschaft Auschwitz war offiziell eingeladen und durch die Autorin dieses Artikels vertreten. Moderiert wurde die Veran- stal-tung von dem Leiter des Museums Auschwit?z Jerzy Wroblewski. Das Werk wurde von Kazimierz Albin (Vorsitzender von TOnO), Franciszek Piper(Wissenschaftler), Krystyna Marszalek-Mlynczyk(Präsidentin der Stiftung zur Erinnerung an die Opfer von Auschwit? Birkenau) prãsentiert. Als Ehrengast wurde Professor Wla- dyslaw Bartos?ewski(Außenminister. Vorsitzender des internationalen Au- Schwitzrates und ehemaliger Hãftling) eingeladen.
Eingangs wurde u. a. die Mitfinan- zierung der drei Bãnder durch die La- gergemeinschaft Auschwit?- Freun- deskreis der Auschwitzer gewürdigt und sich für die Jeilnahme an der Ver- anstaltung bedankt. Die Lagergemein- Schaft erwies sich als wichtig und wendig und es sei gut. dass eine solche Unterstüũtzung dem Buch der Erinne- rung zuteil geworden sei.
Kazimierz Albin stellte die histori- schen Gegebenheiten zur Entstehung der Publikation dar. Diese gehen bis zum 40. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz zurück. Franciszek Piper kündigte die Erstellung ãhnlicher Er- innerungsbücher für Juden, Sinti und Roma und für die polnische Bevölke- rung in ausgewãhlten Regionen an. Pir per erlãutete auch die Veränderung der Forschung an solchen Büchern seit Mitte der 00er Jahre, was sich auf das vorliegende Buch stark auswirkte. Nicht mehr die Zusammenfassung von Namen und Nummern zu einem& samtschicksal, sondern die Pard lung von einzelnen Personen und ihren Schicksalen sollte Ziel sein.
Die Berichte zu einzelnen Irans- porten sind im Ruch in die Teile a) Um- stände vor dem Transport, b) Bilder und Kopien von Dokumenten(auch private, um den Hãftlingen ihre indivi- deuellen Gesichter zu verleihen und um der mangelhaften Dokumentation der Nazis nach 1943 zu begegnen) und c) Listen über das Schicksal der einzel- nen Personen in Auschwitz gegliedert.


