Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 1
Vielen Dank für Ihre Spenden
Es konnte nicht nur materiell geholfen werden
Liebe Mitglieder und Förderer, liebe Freunde und Sympathisanten,
dank Ihrer Spenden konnten wir dazu beitragen, ehemaligen Hãäftlingen und ihren Familienangehörigen auch in Gen Jahr zu helfen. Dies geschah be- Speilsweise durch Kostenübernahme ärztlicher Betreuung und medizini- scher Pflege in Zgorcelec und Krakow (siehe Bericht auf Seite 12) oder durch finanzielle Zuschüsse für einzelne Pro- jekte der Häftlings-Klubs und anderer Verbãnde ehemaliger KZ-Gefangener. Mit einem Betrag aus der Spendenkas- se der Lagergemeinschaft wurde die Publikation„Buch der Finnerung“ Giehe S. 2) über die Hãftlingstranspor- te von Warschau nach Auschwitz un- terstũtzt. In diesem dreibãndigen Werk wird der ermordeten und verstorbenen Opfer gedacht, und es wurde durch die Recherchen auch vielen vorher ano- nym gebliebene Deportierten ihr Na- men und ihre Lebensgeschichte wie-
egeben, was für die Angehörigen und die ũberlebenden Kameraden von größter Bedeutung ist.
In den Gesprächen mit den Em- pfãngern sowie in Briefen wurde uns aufgetragen, allen Spendern hierfür zu danken, Grüße zu übermitteln und zu berichten, mit welcher Freude und An- erkennung das Engagement der Lager- gemeinschaft und des Freundeskreises aufgenommen wurde. Diesem Wunsch kommen wir sehr gerne nach.
Auch heute noch gibt es Uberle- bende, die in den Gefängnisen und Lagern des Deutschen Reiches gelit- ten haben, denen die menschliche Würde und jegliches Recht abgespro- chen wurden. Deren seelische Wun- den verheilen nie,„man sieht sie nicht. aber sie bluten noch immer“, wie es der Auschwitzer Amsel Cymerman einmal ausdrückte.
Jeder, der einmal bei unseren Fahr- ten mit ehemaligen KZHãäftlingen ge- sprochen hat, konnte die Freude spüren, mit der sie bemerkten, dass Nachfahren der Tätergenerationen aus Deutschland an sie denken und ihrem Schicksal mit Respekt begeg- nen.
Die materielle Lage mag sich heu- te verbessert haben, aber es kann auch in dieser Hinsicht noch viel geholfen werden. So ist es zwar nach der Off- nung der Grenzen für den Warenver- kehr in die osteuropäischen Länder nicht mehr sinnvoll, Lebensmittel und Kleidung zu transferieren, aber Hilfe und Zuwendung werden immer noch benötigt. Im Mitteilungsblatt haben wir immer wieder darüber berichtet (G. B. August 2000)
Um diese Unterstützung weiterhin leisten zu können, bitten wir auch künftig um Ihre Spenden.
(Uberweisungsformulare liegen diesem Heft bei, oder siche Konto- nummer auf Seite 31.)


