Heft 
(2000) 2/2000. Dezember 2000
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 8

Der Außenminister Bartos?ewski ergänzte spontan mit Berichten ihm bekannter Warschauer Hãäftlings- schicksale und sprach über seine Zeit in Auschwitz und danach. Nach dem Krieg wurde er u. a. von den Kommu- nisten verhaftet und traf im Gefãngnis wieder Auschwitzer. Bartoszewski be- dauerte, dass das Buch der Erinnerung zu spãt erarbeitet wurde und erklärte es als bezeichnend, dass der erste pol-

nische Auschwitzhäftling mit der Nummer 31(Nr. 1 30 waren deutsche Kapos) noch heute im Sũdpolen prak- tisch vergessen lebe.

Die weiteren Redner/innen stell- ten jeweils aus ihren Bereichen die Beiträge zu dem umfangreichen neu- en Werk vor. Der Lagergemeinschaft liegen die Bücher vor und sie wird an- hand einzelner Schicksale(von 26.000) später berichten.

www Lagergemeinschaft-Auschwitz. de2 Von Diethardt Stamm

Vielleicht findet man diese Adresse demnãchst im Internet? Die Frage ist, ob wir an den sog neuen Medien und ein Teil davon ist der Auftritt im welt- weiten Netz der elektronischen Nach- richten- weiter vorbei arbeiten sollen. Ich meine Nein. Die Nutzung des In- ternets nimmt stãndig zu und es ist ein Medium der jüngeren Generationen- die wir ansprechen wollen und müssen.

Alte und neue Nazis sowie Rassis- ten aller Coleur nutzen das Internet lãngst für ihre Propaganda. Ihnen soll-

n wir nicht das Feld überlassen und mit einerHomepage dagegenhalten. Dies können z. B. von uns gestaltete In- formationsseiten sein, die vonSur- fern das sind Personen, die zufällig auf unserer Homepage landen- und von Leute, die gezielt suchen, weil sie von der www LGA Kenntnis erhal- ten haben. Es gibt mittlerweile viele, die bevorzugt im Internet nach bestimm- ten Informationen suchen als in einem Buch. FEine Homepage könnte aber auch einen Auschwitzvideofilm, ein

Dialogfeld, Ieminankündigungen und Verweise auf᷑ befreundete Organisatio- nen(so genannte Links) beinhalten.

Wer schon das Internet nutzt, soll- te sich als exemplarisches Beispiel die Homepage der ,Vereinigung der Ver- folgten des Naziregimes- Bund der AntifaschistInnen unter dem Namen www. vvn-bda.de ansehen. Dort er- fãhrt man gezielt vieles über Gedenk- Stätten, nationale und internationale Antifainformationen, spezielle politi- sche Organisationen, Zeitungen oder es gibt DutzendeKlicks zuAktiv gegen Rechts, Aussteigerseiten aus der rechten Szene, Lohnforderungen der NS-Zwangsarbeiter, NS-Gedenk- stätten u. a.m. Selbst einAusflug nach Vad Vashem in englisch oder he- bräisch ist möglich.

Auch wir als Verein sollten das In- ternet als Medium nutzen, für unsere Anliegen zu werben. Schreiben Sie uns hierzu bitte und teilen uns ihre Meinungen, Wünsche und Vorstellun- gen mit.