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(2000) 1/2000. August 2000
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 25

Seite für diesen Ablaß zu zahlen bereit war. Nachdem die deutsche Wirtschaft mit dem endgültigen Abbruch der Verhandlungen gedroht hatte, erfolgte Mitte Dezember 1999 die Finigung auf 10 Mrd. PM, je zur Hälfte von der Stiftungsinitiative und der Bundesre- gierung aufzubringen. Verglichen mit dem Betrag von 1 Mrd. PM, den die Wirtschaft ursprünglich zahlen wollte, 0 das eine beachtliche Summe, ge-

Sexer-45

Von Bleikoliken gequälterMuselmann(Zeichnung von René Baumer, aus: H. Keienburg(Hrsg.); Konzentrationsla- ger und deutsche Wirtschaft 1930 1945. Opladen 1996.

messen an den Zahlungen, zu denen die Schweizer Banken verpflichtet worden waren, war es ein Ablaßhan- del zu Ausverkaufspreisen.

Ungeklärt war zu diesem Zeitpunkt noch die Frage der Verteilung dieser 10 Mrd. DM an die überlebenden ZwangsarbeiterInnen, die in den Ver- handlungen zurückgestellt worden war. Fin schon vorliegender Gesetz- entwurf aus dem Bun- desfinan?zministerium hätte wenn es nicht gelungen wäre, ihn noch in einigen Punk- ten zu ändern- dazu geführt, daß die Mehr- heit der überlebenden ZwangsarbeiterInnen leer ausgegangen- re. Die nun folgenden Verhandlungen über die Verteilung charak- terisierte ein Teilneh- mer, Karl Brozik von der Jewish Claims Conference, durchaus zutreffend: Die Deut- schen werfen einen Knochen in die Mitte, und lassen die Opfer Sich darum streiten.

2 Die Schweizer Banken zahlen 1,25 MRD 5 für die Beteiligung an relativ geringfügigen Vergehen wie Unterschlagung und Hehlerei, während die deutsche Wirtschaft und der deutsche Staat an ei- nem Verbrechen gegen die Menschheit beteiligt waren.