22 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
ste wegen der Einbindung in die Kriegswirtschaft und dem alkuten Ar
heiuskrdftemangel Zwangsurbeiter
heschäftigen.?
Die rot-grüne Bundesregierung teilt offensichtlich diese Auffassung. Aus- gerechnet der Degussa, Schmelꝰstati- on für Zahngold aus Auschwitz und Mutterfirma des Zyklon-B-Produzen- ten Degesch, bekundete Fischers Au- Benministerium in einem Unterstüt- zerbrief zur Abwendung einer Klage in den USA tiefes Verständnis: Alle deutschen Unternehmen hätten sich während der Naziherrschaft den An- forderungen der Kriegswirtschaft nicht entziehen können. Bei Degussa kom-
St
me hinzu, daß die Firma ein Monopol für das Einschmelkzen von Edelmetal- len gehabt habe. Die Unternehmen konnten gar nicht anders handeln und sind deshalb nicht zu verurteilen, hieß das im Klartext. Die Klage wurde schließlich vom Gericht zurückgewie- sen.
Auch im Gesetz zur Gründung der Bundesstiftung„Erinnerung, Verant- wortung und Zulcunft“, die die Ent- schädigung der ZwangsarbeiterInnen übernehmen wird, soll noch einmal festgeschrieben werden, daß deren Ansprüche keineswegs berechtigt sind:
Nach Auffassung der Bundesregie-
rung vind die derzeit gegen sie und
Uberreste eines von Zwangsarbeitern montierten V2riepwerkes in einem Stollen des KꝰZ Mittelbau-Dora. Aufnahme aus: Dirk Reinartz,„totenstill“, Steidl, Göttingen 1994.


