Heft 
(2000) 1/2000. August 2000
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14 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

Sprache kommt hier auch die innerjũ- dische Auseinandersetzung und die Abgrenzung bzw. Gleichsetzung mit dem hebräischen WortShoah. Feuchert schließt sich dem Vor- Schlag des Philosophen und Sozialwis- senschaftlers Jürgen Habermas an, den dieser im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung um das Holo- caust-Mahnmal in Berlin unterbreitet hatte. Demnachwird der zuerst ein- gebürgerte Kollektivname Auschwitz' fast gleichbedeutend mit dem spãter übernommenen Ausdruck Holocaust? gebraucht. Tatsächlich erstreckt er sich aber nicht nur auf das Schicksal der Juden. Als Pars pro toto meint er das komplexe Vernichtungsgeschehen im ganzen(Zitat Habermas). Unter Holocaust ist also die Gesamtheit

der Repressions- und Vernichtungspo- litik gegen alle Opfergruppen zu ver- stehen.Dabei bleibt klar, dass den Zwangs- und Vernichtungsmaßnah- men gegen die jüdische Bevölkerung- nicht zuletzt wegen ihrer Dimension- stets eine besondere Beachtung zu- kommen muss.(Feuchert)

Dieser erste Teil der Finleitung wird ergãnzt durch den Abdruck einer längeren Passage aus derEnzyklopã- die des Holocaust(hrsg. von Israel Guttman,? 1998), in dem die wichtig- sten Informationen zur Geschichte und zur Bedeutung des Konzentrati- onslagers Auschwitz dargestellt wer- den. Bereits hier läßt sich ersehen, wie und in welchem Maße die Geschichts- wissenschaft auch auf die Zeugnisse der Uberlebenden Bezug nimmt.Die

Die Uberreste eines der von den Nazis gesprengten Krematorien in Auschwitz-Birkenau.