Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
J.J. Heydecker: Das Warschauer Ghetto
Fotodokumente eines deutschen Soldaten aus dem Jahr 1941
Rezension von Klaus Konrad-Tromsdorf
Das bereits 1983 im dtv-Verlag er- schienene Buch Heydeckers liegt seit Ju- ni 1990 in einer Neuauflage als Taschen- buch vor. Beigegeben ist ihr ein Vorwort
O* Alain Finkielkraut, welches dieser für die 1986 publizierte französische Ausga- be des Buches verfasst hatte.
„Joe Heydecker entzieht“- s0 Fin- kielkrauts zusammenfassende Wertung- „Seinen Zeitgenossen das Alibi des
Nichtwissens“(S. 8). Und- um Finkiel- kraut noch einmal zu zitieren- Joe Hey- decker hat wenigstens den zweiten Teil dieses Programms(gemeint: die von den Nazis angestrebte Verheimlichung des deutschen Massenmordes an der Juden, K T.) verhindern wollen. Finfacher Sol- dat der Wehrmacht, war er nicht ins Ge- heimnis der Götter eingeweiht. Aber, in Warschau stationiert, konnte er sehen,
Wenn ich Menschen im Gheto but vie ſolograßieren zu dirſen nahmen sie au-
romatisch die Kopfhedeckung ab, obwohl das ihren ſeligiòsen Vorschriſten wi-
dersprach meine Wehrmachtsuniform zwung Sie dazu Ich mußle vie dann je⸗
desmal hitten, den Hut wieder aufeusetden.


