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(1998) 1/1998. April 1998
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

me, Vertragsdauer, bezahlte Beiträge etc. zu machen. Ausgehend von ihrem oben geschilderten Standpunkt, die Ansprüche seien vermutlich durch die Bundesrepublik entschädigt worden, bot die Allianz an, in der Bundes- Zzentralkartei für Wiedergutmachungs- fälle' anzufragen- hierfür erteilte ich eine entsprechende Vollmacht- zuvor scheint es so gewesen zu sein, daß die Allianz auch ohne Vollmacht ent- sprechenden Zugriff auf diese Kartei hatte(der Spiegel' berichtete kurz darüber).

Aus der Bundeszentralkartei' lassen sich diejenigen Wiedergutmachungs-

ämter herausfinden, bei denen ent- sprechende Anträge bearbeitet und

entschieden worden sind. Dort werden die Akten dieser Verfahren auch heute noch aufbewahrt. Die in diesem Fall zuständige Entschädigungsbehörde des Regierungspräsidenten in Darmstadt konnte zweifelsfrei nachweisen, daß eine Entschädigung für eine Lebens-

versicherung nicht beantragt und so— mit auch nicht gewährt wurde.

Nach telefonischer Auskunft eines Mitarbeiters der Allianz hat es bislang etwa eintausendfünfhundert Anfragen gegeben, von denen einige auf berech- tigte Ansprüche hinweisen; der Vor- stand der Allianz wird den Betroffenen ein Angebot machen, über das noch nicht entschieden ist. Was bleibt ist die Frage, ob es auch diesem Unternehmen nicht gut anstünde, von unabhängigen Historikern eine empirische Untersu- chung der Firmenpolitik in der NS— Zeit anfertigen zu lassen. Die Studie über das Volkswagenwerk von Hans Mommsen wäre hierfür ein Beispiel.

Nachzutragen bleibt der Weg, auf dem Kontakt zur Allianz aufgenom- men werden kann ALLIANZLEBENS VERSICHERUNGS-AG; Reinsburger- straße 19, 70 178Stuttgart, Telefon:0711— 6630. Recherchegruppe: Telefon: 0711 663 5539; Telefax: 071 1663 5549

»Auschwitz“ Gießen 1997, hrsg. Jugendbildungswerk der Stadt(Ostanlage 41).

Teich in Birkenau. aus:

Dokumentation einer Studienfahrt,