Heft 
(1998) 1/1998. April 1998
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20 Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer

Uberlebenden das Problem zugunsten der Aktionäre lösen könnte. Möglicher- weise ist dies auch der Grund für die Liquidatoren, ihren elementaren Ver- pflichtungen zur schnellen Abwick— lung nicht nachzukommen. Dies ist aber grundsätzlich falsch, denn Ver- bindlichkeiten sind bekanntlich vererb- bar. Die Liquidatoren können sich we- der aus der Geschichte noch aus dem Aktiengeset? davonstehlen. Gesetz und Moral weisen sie in die Schranken'. Die Verknüpfung von alten Forderungen mit geltendem Aktienrecht war für Aufsichtsrat und Liquidatoren offen- kundig leicht verblüffend, so daß diese Rede, die später auch noch auf andere Aspekte des Aktiengesetzes einging, nicht einmal unterbrochen wurde.

Fazit: Druck noch mehr verstärken

IG Farben i. A. kann sich wie in alten Zeiten gebärden, aber der Gegendruck wächst. Junge Leute als Nachge- borene' sind mehr denn je bereit, einen Protest mitzutragen. Das Verkriechen in ein Bürohochhaus ist mehr als Sym- bolik, es zeigt auch die Schwächen des Gegners auf. Leider kommen noch zu wenige Personen von der kritischen Seite in die Hauptversammlung. Würde die Hälfte aller Demonstranten vor dem Haus auch in das Haus kommen, wäre man psychologisch und auch phy- sisch stärker, denn zuweilen kommt es auch zu Rangeleien, weil man durch die geringe Zahl der Mitstreiterlnnen schwach ist. Es gilt, die massenhafte Verteilung von Eintrittskarten zu organisieren. Poli- tisch gerät I6 Far- ben von Jahr zu Jahr mehr in die Defensive und dar- e knüpfen. Sinnvoll wäre auch das Training von Rol-

Hosen

earwen solort 2 lenverteilungsspie-

1 mnen. sarbeiteri. 4 S ehdigen! len in der Haupt Zwangsardeit versammlung. Nur endien entch durch weiteren S Kampf kommen

wir in der Sache weiter und wir be- nötigen einen lan- gen Atem. Aber es besteht auch die Chance, daß I6 Farben wirklich li- quidiert wird und

die wahre 6Ge schichte vollstän- dig so auf den

Tisch kommt, daß man daraus noch mehr lernen kann.