24 Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer
derzeitigen'status quo' ist kaum zu finanzieren- auch wenn die Bundes- republik Deutschland ihre langjähri- ge materielle Verweigerungshaltung etwas gelockert hat. Es mußte also Konkret etwas getan werden die ei- gene Photo- und Textdokumentation Sollte also möglichst auch einen mate- riellen Beitrag für die Gedenkstätte erbringen.
2.400 Photographien
Durch Vermittlung der Ernst- Ludwig Chambré Stiftung erfuhren die Jugendlichen von dem Photo- projekt AuschwitzBirkenau', das das Frankfurter Fritz Bauer Institut ge- meinsam mit dem Staatlichen Muse- um Auschwitz Birkenau zu verwirkli- chen sucht. Seit 1945 befinden sich im Archiv des Museums etwa zweitau-
sendvierhundert private Photogra- phien, die nach der Befreiung auf dem Gelände von Birkenau gefunden wurden. Diese Bilder stammen offen- sichtlich aus dem Besitz von Men- schen, die nach Birkenau deportiert wurden, um dort ermordet zu werden. Bislang war es aus finanziellen Grün- den nicht möglich, diese Photographi- en wissenschaftlich zu untersuchen und zu publizieren. Für die Neukon- zeption von Ausstellungen und Ge— denkstättenarbeit in Auschwitz besit- zen diese Bilder und die mit ihnen verbundene Prinnerung an die ein— zelnen ermordeten Menschen(je-
doch, K-T) eine große Bedeutung.(.. Individuelle Schicksale, persönliche Zugänge zur Geschichte werden auch in der pädagogischen Arbeit des Mu- seums weiter an Bedeutung gewin-


