Heft 
(1996) 3/1996. Dezember 1996
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2 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

weise auslösen, kann sich schließlich für alle Beteiligten auch das Bedürf- nis einstellen,'noch mehr' tun zu müssen.

Zum konkreten Beispiel: 16 Schü- lerinnen und Schüler aus dem Land- kreis Gießen, im Alter zwischen 14 und 16 Jahren, hatten an der Fahrt des Jugendbildungswerkes und des Kreisschülerrates in das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz teil- genommen, alle beteiligten sich auch an der anschließenden Schreib- werkstatt. In der Gedenkstätte wa- ren die Schülerinnen und Schüler auch aktiv bei Frhaltungsarbeiten und Recherchen im Archiv dabei. Partner unserer Schreibwerkstatt, die ungefähr vier Wochen nach der Rückkehr aus Polen stattfand, war der Gießener Anzeiger, der- chentlich Jugendlichen mit der Ak- tion Zeitungstreff? eine eigene Sei-

te zur Verfügung stellt. Natürlich wird diese Seite redaktionell betreut, die Inhalte werden aber grundsätz- lich nicht vorgegeben. Mit Redakti- onsleiterin Astrid Knöß wurde ver- einbart, daß die Gruppe die ganze Seite gestalten durfte. Dieses groß- zügige Angebot ermöglichte es, daß Später alle Teilnehmer an veröffent- lichten Schreibprodukten beteiligt waren. Darüber hinaus wurde der Gruppe sogar gestattet, durch 40 Auswahl der Fotografien und ihre (ungefähre) Plazierung weitere Ge- staltungsmöglichkeiten zu nutzen. Obgleich Schreibwerkstätten das Konzept des'freien Schreibens' be- inhalten(4), empfiehlt es sich, mit den Schülerinnen und Schüler ge- meinsam einen Rahmen für die Schreibprodukte zu entwickeln. Ei-

4) vgl. Meheretal.