Heft 
(1996) 1/1996. März 1996
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

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Bei einer Vorstandssitzung der Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis

vor geraumer Zeit auf mehrere Schul- tern verteilt worden.

Trotzdem: Gerade jetzt, wo es in- nerhalb kurzer Zeit eine zweite große Lücke im Vereinsvorstand gibt, brau- chen wir Mitarbeiterinnen und Mitar- beiter für viele Aufgaben, der 27. Ja- nuar ist diesmal der 51. Jahrestag, er soll nicht weniger bedeutend sein als der 50. Jahrestag, das hätte Hermann auch so gewollt. Helfen Sie deshalb al- le mit. Wir vom Vorstand der Lager-

gemeinschaft Auschwitz/Freundes- kreis der Auschwitzer sind auf Sie angewiesen.

Es ist im Sime von Hermann- also Sein Anliegen wenn Sie uns hier und heute einen Zettel mit Ihrer Anschrift geben und mit den Worten versehen: Ich helfe mit'. Die Transporte mit Dingen des tãglichen Bedarfs für ehe- malige Häftlinge, Freunde und Kame- raden aus den Lagern, besonders von Auschwitz, die werden weiterhin or- ganisiert, nicht von Hermann, son-

dern von uns, aber mit Hermanns Geist.

Du bist der, der zu zůndeln begon- nen hat; in jedem, den Du getroffen hast, hast Du ein Feuer entfacht, ein Feuer, daß bei vielen nicht einfach nur brennt, sonderm lodert. 1978 sprach er mich auf seinProjekt Verein an. Da lebte er hier in Münz- enberg, als alles um ihn herum noch nicht so weit dachte, nur vereinzelt haben Gruppen von Gewerkschaften und Kirchen schon an dem Thema Auschwitz gearbeitet. Dann aber hat er angefangen und hat immer mehr Leute um sich herum geschart. Er Ssammelte Helfer, Unterstützer, Geld und Kontakte, nutzte alle Wege, alle sich bietenden EFinflüße, brachte sein Anliegen zu den anderen Menschen und machte es zu deren Anliegen.

Er schaute nur geradeaus, wohlwis- send, ihm bleibt nicht viel Zeit, zuviel davon ist schon zerronnen. Selbst auf dem Weg nach Auschwitz war er im-